Politiker: Hände weg von der Geldpolitik
publiziert: Donnerstag, 13. Jan 2011 / 09:36 Uhr
«Im Moment bereitet der Euro-Franken-Wechselkurs vor allem Exporteuren zweifellos Sorgen.»
«Im Moment bereitet der Euro-Franken-Wechselkurs vor allem Exporteuren zweifellos Sorgen.»

Die Frage der Woche lautet: Die Schweizer Wirtschaft stöhnt unter dem starken Franken. Kann die Politik etwas machen? Heute der Beitrag von Brenda Mäder, Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz.

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Im Moment bereitet der Euro-Franken-Wechselkurs vor allem Exporteuren zweifellos Sorgen: Durch die Aufwertung des Frankens verteuern sich unsere Exportgüter im Ausland. Da die Exporteure ihre Kunden nicht verlieren wollen, sind sie meist gezwungen, die Preise im Ausland gleich zu halten. Dies drückt schlussendlich auf die Marge.

Ein starker Franken ist aber nicht nur negativ: Die meisten Firmen beziehen Güter im Ausland. Gerade Rohstoffe hat die Schweiz bekanntlich wenig und muss diese im Ausland beziehen. Dem Import kommt der starke Franken daher zu Gute. Das merken wir auch persönlich: Einkaufen über der Grenze wird günstiger.

Der Wechselkurs ist zudem nicht die alles entscheidende Grösse. Neben dem nominalen Wechselkurs ist ausschlaggebend, wie viel jeweils für eine Währung bezogen werden kann. Dabei spricht man von der Kaufkraftparität. Der kaufkraftbereinigte Wechselkurs ist nicht so tief wie der aktuelle Kurs auf dem Markt.

In der Theorie wird davon ausgegangen, dass der nominale um den realen Wechselkurs schwankt. Selbst wenn langfristig eine reale Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro beobachtet wird, so ist kaum davon auszugehen, dass der Wechselkurs auf nicht für immer auf diesem historischen Tief bleibt. Wie lange das Tief jedoch dauert, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Bei den Gründen für den starken Franken streiten sich die Experten ebenfalls. Die Massnahmen, die bereits in den Medien herumgereicht werden, diskutiert werden, werden hoffentlich nicht ergriffen.

So werden beispielsweise Negativzinsen auf Gelder aus dem Ausland diskutiert. Nicht nur, dass die Nationalbank unabhängig von der Wirtschafts- und der politischen Lage sollte agieren können: Hier würden auch Investoren vergrault, die in unsere Wirtschaft und unsere Arbeitsplätze investieren möchten! Die Negativfolgen sind absehbar. Besser, die Politiker konzentrieren sich darauf, der Wirtschaft gute Rahmenbedingungen zu geben (Freie Märkte, Zugang zu gut ausgebildeten Personen, gute Grundausbildung, etc.), damit auch der starke Franken überstanden werden kann.

(Brenda Mäder/news.ch)

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