Politiker rufen Wert von Demokratie in Erinnerung
publiziert: Freitag, 1. Aug 2008 / 19:07 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Aug 2008 / 09:50 Uhr

Bern - In der Schweiz riefen zahlreiche Politiker in 1. August-Reden die Werte von Demokratie und Freiheit in Erinnerung. Bundespräsident Pascal Couchepin appellierte an die Bevölkerung, sich am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Gleichzeitig erteilte er «systematischer Opposition» eine Absage.

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Die Schweiz dürfe zu Recht stolz sein auf das Land und seine Institutionen. «Die Geschichte hat uns aber gelehrt, dass nichts auf ewig gesichert ist», sagte der Bundespräsident in der traditionellen Ansprache zur Bundesfeier. Wenn die Schweiz sich für die Zukunft rüsten wolle, müssten alle ihren Teil dazu beitragen.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat in Anières GE für eine aktive Aussenpolitik geworben. Die föderalistische und demokratische Erfahrung habe der Schweiz internationales Ansehen eingebracht, das sie für die ganze Welt nützlich mache.

Sie verstehe all jene nicht, die möchten, «dass die Schweiz sich abschottet und dem Rest der Welt den Rücken zukehrt», sagte die Aussenministerin an der 1. August-Feier der Genfer Gemeinde Anières.

Warmer Empfang für Schmid

Die Neuenburger Gemeinde Lignières hat Bundesrat Samuel Schmid am 1. August einen warmen Empfang bereitet. Wie schon am Vortag in Wittenbach SG warb der Verteidigungsminister für eine aktive, offene Schweiz, in der auch «Platz für grosse Ideen» sei.

Die heutige Durchmischung der Schweizer Bevölkerung birgt laut Nationalratspräsident André Bugnon ein grosses Potenzial. Um von dieser Vielfalt zu profitieren, brauche es aber gegenseitigen Respekt, sagte Bugnon in St. Prex VD. Nötig sei der Respekt vor sich selbst, vor den andern und vor den Institutionen.

Der Berner Ständerat Werner Luginbühl (BDP) hat an der Bundesfeier in Saanen BE der Schweiz Mut, Engagement, Vertrauen in die eigenen Stärken, einen kritschen Geist und mehr Gelassenheit gewünscht.

Alt Bundesrat Christoph Blocher und SVP-Präsident Toni Brunner beschworen in mehreren 1. August-Auftritten die Wurzeln der Eidgenossenschaft. Das Volk müsse sich auch heute gegen alle Tendenzen wehren, welche die Freiheitsrechte beschnitten.

Farbanschlag auf Haus von Toni Brunner

Mit Farbbeuteln und Spraydosen haben Unbekannte in der Nacht einen Farbanschlag auf das Haus von Toni Brunner verübt. Die Täter stammen offenbar aus Winterthur, wo der SVP-Präsident am Nationalfeiertag eine Rede hält.

«Toni besucht Winti, wir besuchen Toni», sei unter anderem auf das Bauernhaus im sankt-gallischen Ebnat Kappel gesprayt worden, bestätigte ein Sprecher der Kantonspolizei eine am Freitag vorab verbreitete Meldung des Winterthurer «Landboten». In einem anonymen Bekennerschreiben an die Zeitung, das der SDA vorliegt, fordert die Täterschaft zudem «Klassenkampf statt Nationalismus».

1. August-Feier auch an der Expo 2008

An der Expo 2008 wird der 1. August ebenfalls begangen: Im Schweizer Pavillon im spanischen Saragossa wurde mit musikalischer Unterhaltung und Raclette gefeiert. Spezialgäste waren Miss und Mister Schweiz, Amanda Amman und Stephan Weiler.

(smw/sda)

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