Politische Krise in Kenia mit Vereidigung Odingas beendet
publiziert: Donnerstag, 17. Apr 2008 / 20:24 Uhr

Nairobi - Mit der Vereidigung des bisherigen Oppositionsführers Raila Odinga als Regierungschef ist der Machtkampf in Kenia offiziell beigelegt worden. Odinga legte seinen Amtseid vor Präsident Mwai Kibaki ab.

Odinga führt ein 40-köpfiges Kabinett einer grossen Koalition.
Odinga führt ein 40-köpfiges Kabinett einer grossen Koalition.
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Odinga führt ein 40-köpfiges Kabinett einer grossen Koalition. Zu der Vereidigung der Regierung war auch der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan nach Kenia gekommen.

Annan hatte Ende Februar die Vereinbarung über eine Teilung der Macht zwischen Kibakis nationaler Einheitspartei PNU und Odingas Oppositionsbündnis ODM vermittelt. Damit wurde der schwere Konflikt nach den Präsidentenwahlen Ende Dezember entschärft.

Unruhen nach umstrittener Wahl

Odinga hatte Kibakis auch bei internationalen Wahlbeobachtern umstrittenen Wahlsieg nicht anerkannt und von Betrug gesprochen. Nach den Präsidentenwahlen kam es in Kenia zu blutigen Unruhen und ethnischen Auseinandersetzungen. Mehr als 1500 Menschen kamen ums Leben, etwa 350 000 flohen vor der Gewalt.

Das neue Kabinett ist das grösste seit der Unabhängigkeit des ostafrikanischen Landes 1963. Vor allem für die Steuerzahler des Entwicklungslandes wird die neue Regierung teuer.

Allein für die Löhne der Minister und ihrer Vertreter müssen monatlich rund fünf Millionen Dollar aufgebracht werden. Hinzu kommen die Kosten für rund 600 Sicherheitsbeamte zum Schutz der Regierungsmitglieder, Dienstwagen und Verwaltungskosten der zum Teil neu eingerichteten Ministerien.

(bert/sda)

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