Polizei-Beamte fordern exemplarische Strafen
publiziert: Dienstag, 3. Nov 2009 / 22:39 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Nov 2009 / 23:10 Uhr

Bern - Gewalt gegen Polizisten und Beamte nimmt stetig zu. 2008 ist die Zahl der Fälle verglichen mit dem Jahr 2000 um über 160 Prozent gestiegen. Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) fordert nun eine Anpassung des Strafgesetzbuches.

Gewaltakte gegen Polizisten würden zu oft bagatellisiert.
Gewaltakte gegen Polizisten würden zu oft bagatellisiert.
Drahtlose Alarmanlagen für garantierte Sicherheit und perfekten Einbruchschutz
SEKENTA AG
Hanfländerstrasse 53
8640 Rapperswil
4 Meldungen im Zusammenhang
Der VSPB hat beim Bundesrat und den beiden eidgenössischen Räten eine entsprechende Petition eingereicht, sagte VSPB-Präsident Heinz Buttauer vor den Medien. Nur mit der Unterstützung der Politik und der Justiz könne der Zunahme von Gewalt gegen Polizeibeamte Einhalt geboten werden.

Der VSPB ist die schweizerische Dachorganisation aller Polizistinnen und Polizisten, die im Dienst von Bund, Kantonen und Gemeinden stehen. Ihm gehören 72 Sektionen mit gut 23'000 Mitgliedern an. Angriffe gegen die Polizei müssten als Angriffe gegen den Staat gewertet werden, sagte Buttauer.

Kurze Haftstrafen wieder einführen

Im Strafgesetzbuch sollen kurze Haftstrafen wieder eingeführt werden, die Mindeststrafandrohung für Gewalt und Drohung gegen Beamte und Behörden (Art. 285 StGB) erhöht und im Wiederholungsfall verdoppelt werden, heisst es in der Petition. Das revidierte Strafgesetzbuch sieht heute für Art. 285 eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Von den 2024 Verstössen gegen Art. 285 StGB im Jahr 2008 seien in über 90 Prozent der Fälle Polizistinnen und Polizisten betroffen gewesen. Vor allem im Umfeld von Sportveranstaltungen nehme die Gewalt gegen Behörden stetig zu, sagte Buttauer.

Anstieg der Gewaltdelikte

In den vergangenen zwei Jahren sei eine massive Zunahme zu verzeichnen: 2007 stiegt die Zahl der Fälle von Gewalt und Drohung gegen Beamte um 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, 2008 um 18,8 Prozent.

Gewaltakte gegen Polizisten würden zu oft bagatellisiert und mangels ausreichender strafrechtlicher Konsequenzen zu einem Kavaliersdelikt reduziert, sagte VSPB-Generalsekretär Max Hofmann. Es brauche unbedingt exemplarische Strafen, die eine abschreckende Wirkung haben.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Jean-Marc Widmer, der neue Präsident des Verbandes Schweizerischer ... mehr lesen
Jean-Marc Widmer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB)
Hitzkirch LU - Polizistinnen und Polizisten sind zunehmend Gewalt und Drohungen ausgesetzt. Immer wichtiger wird deshalb das ... mehr lesen
Für die Polizei ist Gewalt und der Umgang damit kein neues Phänomen. (Symbolbild)
Basel gegen Zürich 2007: Polizisten schirmen die FC-Zürich-Fans ab. (Archivbild)
Bern - 900 Polizisten sind nötig, um in einer Woche mit Fussball- oder Eishockeyspiel in der Schweiz Sicherheit und einen ... mehr lesen
Drahtlose Alarmanlagen für garantierte Sicherheit und perfekten Einbruchschutz
SEKENTA AG
Hanfländerstrasse 53
8640 Rapperswil
Sicherheitstechnik Alarmanlagen Dienstleistungen Ausrüstung und Schulungen
Die Zahl der Todesopfer hatte in den vergangenen Monaten deutlich ...
Ungeahntes Ausmass  Rom - Das Ausmass der jüngsten Flüchtlingstragödie vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ist weit grösster als bisher angenommen. 181 Menschen, darunter viele Kinder, seien beim Untergang eines Flüchtlingsbootes am Samstag ums Leben gekommen. 
Flüchtlingsboot wurde zur Todesfalle
30 Tote bei jüngster Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa Valletta - Die Zahl der Toten bei der jüngsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer ist auf 30 gestiegen. ...
80. Todestag  John Dillinger war die erste Person, die vom FBI zum «Public Enemy No. 1» erklärt wurde. Der Staatsfeind Nr. 1 verübte mit seiner Bande eine ...  
Titel Forum Teaser
Unglücksfälle MH17-Leichen: Verwesen die Überreste ohne Kühlung? Kiew - Niederländische Ermittler haben am ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 14°C 14°C bedeckt, starker Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 14°C 16°C bedeckt, starker Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 15°C 17°C bedeckt, starker Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 16°C 19°C bedeckt, starker Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 16°C 18°C bedeckt, starker Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 16°C 21°C bedeckt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 19°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten