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Polizei bedauert «irrtümliche» Festnahme eines Journalisten
publiziert: Montag, 21. Jan 2008 / 15:51 Uhr

Bern - Die Kantonspolizei Bern hat bestätigt, dass sie an der Anti-WEF-Demonstration zwei Journalisten verhaftete. Eine Verhaftung sei irrtümlicherweise erfolgt. Der andere Journalist hingegen habe keinen gültigen Presseausweis gehabt.

3 Meldungen im Zusammenhang
Der Mitarbeiter der «Wochenzeitung» sei vorübergehend festgenommen worden, weil er enge Kontakte zu den Organisatoren der Demonstration von letztem Samstag gehabt habe, schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung weiter. Auch sei er eine der Führungspersonen der unbewilligten Kundgebung vom 6. Oktober in Bern gewesen.

Beim irrtümlicherweise angehaltenen Journalisten handelt es sich um einen Mitarbeiter der Genfer Zeitung «Le Courrier». Die Festnahme sei aus der Situation heraus zu verstehen. Die Polizei bedaure dies. Sie achte die Medienfreiheit und wolle Journalisten nicht an ihrer Arbeit hindern.

242 Festnahmen

Im Zusammenhang mit den Protesten vom Samstag gegen das Weltwirtschaftsforum hatte die Kantonspolizei 242 Personen vorübergehend festgenommen. Wie viele Personen angezeigt würden, könne erst in ein paar Tagen gesagt werden, erklärte ein Polizeisprecher am Montag auf Anfrage.

Die Polizei nimmt derzeit auch noch keine Stellung zu den Vorwürfen, welche die Menschenrechtsgruppe «aufenauf» Bern gemacht hatte. Sie erklärte am Sonntag in einer Mitteilung, Verhaftete hätten ohne Angabe eines Grundes stundenlang in der Kälte warten müssen. Einige seien von der Polizei mit Wasser begossen worden.

Die Polizei werde nach internen Abklärungen möglichst noch in dieser Woche Stellung nehmen, sagte der Polizeisprecher weiter.

(fest/sda)

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