Polizei fasst mutmasslichen Kaufleuten-Messerstecher in Norwegen
publiziert: Montag, 30. Jul 2012 / 15:16 Uhr
Bereits im Club gerieten er und einer seiner Brüder mit dem späteren Täter aneinander.
Bereits im Club gerieten er und einer seiner Brüder mit dem späteren Täter aneinander.

Zürich - Der junge Mann, der vor gut zwei Wochen vor dem Zürcher Club Kaufleuten einen 23-Jährigen erstochen haben soll, ist gefasst. Am Sonntag spürte ihn die norwegische Polizei in einer Stadt im Süden des Landes auf und verhaftete ihn.

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Der Iraker war noch in der Tatnacht ins Ausland geflüchtet. Wie er nach Norwegen kam und weshalb er sich genau dort versteckte, wollte die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage der sda nicht publik machen. Man werde die Umstände der Flucht nun klären, sagte ein Sprecher.

Auslieferung geplant

Der mutmassliche Täter sitzt seit Sonntag in Untersuchungshaft und wird in den kommenden Wochen an die Schweiz ausgeliefert. Wie lange dieser Vorgang dauert, hängt davon ab, ob er sich juristisch gegen die Auslieferung wehrt oder nicht. Länger als zwei Wochen dürfte sich das Prozedere gemäss Polizeisprecher aber nicht hinziehen.

Die Hintergründe der Tat sind bis heute nicht bekannt. Das 23-jährige Opfer feierte mit seinen Brüdern und zahlreichen Freunden im Club Kaufleuten seinen Geburtstag. Bereits im Club gerieten er und einer seiner Brüder mit dem späteren Täter aneinander. Die drei wurden deswegen aus dem Club geworfen.

Draussen eskalierte die Situation. Am frühen Sonntagmorgen des 15. Juli wurde der 23-Jährige in unmittelbarer Nähe zum Club erstochen, sein 20-jähriger Bruder schwer verletzt.

Verletzter Bruder aus Spital entlassen

Mittlerweile ist der Bruder auf dem Weg der Besserung. Er konnte das Spital verlassen. Eine Woche nach der Bluttat zogen mehrere hundert Verwandte und Freunde an einem Gedenkmarsch gegen Gewalt schweigend durch die Innenstadt. An der Spitze des Umzuges trugen sie ein Transparent mit Fotos des Opfers. Vor dem Kaufleuten legten die Teilnehmer Kerzen und Blumen nieder.

Der Verhaftete ist kein unbeschriebenes Blatt: Der junge Iraker ist wegen mehrerer Gewaltdelikte bereits polizeilich bekannt.

(knob/sda)

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Nur schade, muss nun als erstes der Steuerzahler wieder ran.
Man sollte ev. in Erwägung ziehen die Rechnungen der irakischen Botschaft zuzustellen, um den Steuerzahler zu schonen.
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