Polizei im olympischen Dorf kein Problem fürs IOC
publiziert: Freitag, 10. Feb 2006 / 20:18 Uhr

«Wir haben nichts dagegen, wenn die Polizei in die olympischen Dörfer kommt und nach Drogen sucht», erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge.

Medienkonferenzen des Präsidenten am Ende von IOC-Sessionen sind meist ein Spiegel der weltweiten Befindlichkeiten.
Medienkonferenzen des Präsidenten am Ende von IOC-Sessionen sind meist ein Spiegel der weltweiten Befindlichkeiten.
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Was die Dopingkontrollen angeht, so habe man nach langen Verhandlungen mit der italienischen Regierung «eine intelligente Lösung» gefunden.

Das IOC ist während den Spielen von Turin allein für die Dopingtests zuständig, und zwar auf der Grundlage der Dopingliste 2006 der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur) und nicht auf der Basis der Liste 2005 der italienischen Regierung.

Bei zukünftigen Spielen, so der belgische IOC-Präsident, werde es solche Diskussionen kaum mehr geben. Als die jetzigen Winterspiele im Jahr 1999 vergeben worden sind, existierten weder ein italienisches Dopinggesetz noch die WADA.

Die Turiner Diskussionen seien «eine gute Lehre» für die kommenden Olympiastädte und das IOC. Rogge glaubt auch, dass keine staatlichen Gesetze mehr ohne Rückfrage bei den Instanzen des Weltsports geschaffen werden.

Null Toleranz bezüglich Doping

Für Turin 2006 gelte bezüglich Doping «null Toleranz», wiederholte Rogge und fügte an, dass nicht nur die Zahl, sondern auch die Qualität der Kontrollen im Vergleich zu früheren Spielen gesteigert werde. Die Suspensionen der acht Langläufer seien im Übrigen keine Dopingfälle. «Bisher gab es in Turin keinen positiven Befund», so Rogge.

Medienkonferenzen des Präsidenten am Ende von IOC-Sessionen sind meist ein Spiegel der weltweiten Befindlichkeiten. So bestritt Rogge, dass der Einfluss der USA in der olympischen Bewegung eingedämmt werde, nachdem Baseball und Softball wiederum als olympische Sportarten abgelehnt und Jim Easton (USA) in zwei Anläufen als IOC-Vizepräsident gescheitert war.

So beruhigte Rogge eine chinesische Medienvertreterin mit den Worten, das IOC vertraue voll auf die gut arbeitende Organisation der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking; dieses sei durchaus in der Lage, mit Druck umzugehen.

Frauenquote soll erhöht werden

Rogge versprach, dass nach den beiden gleichentags ins IOC gewählten Frauen weiterhin angestrebt werde, die Frauenquote zu erhöhen; derzeit gibt es 13 Frauen im IOC. Und so erklärte Rogge zu einem inneritalienischen «Problem», Italien schicke mit dem Präsidenten der Republik die höchste Autorität des Landes an die Eröffnungsfeier; mit Regierungschef Berlusconi habe man keinen Kontakt gehabt.

(smw/Si)

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