Polizei richtet Verdächtigen mit fünf Kopfschüssen
publiziert: Freitag, 22. Jul 2005 / 13:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Jul 2005 / 15:46 Uhr

London - Wildwest in London: Nach Angaben von CNN ist es um 11.00 MEZ bei der U-Bahn-Station Stockwell im Süden Londons zu einer Schiesserei gekommen.

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Nach Augenzeugenberichten auf CNN verfolgte die Polizei einen asiatisch aussehenden Mann auf die U-Bahn. Er stolperte ins Abteil, ging zu Boden und wurde in der Folge fünf Mal angeschossen. Diese Berichte wurden von der Polizei nicht bestätigt.

Augenzeugenbericht

Ein Augenzeuge beobachtete die Schiesserei. Er sagte Folgendes ins CNN-Mikrofon:

"Ein asiatisch aussehender Mann rannte ins Abteil. Er hatte keinen Rucksack an, aber eine dicke Winterjacke. Drei Polizisten in Zivilkleidung verfolgten ihn. Er stolperte und sie rissen ihn zu Boden. Dann erschossen Sie ihn. Fünf Mal in den Kopf. Dann erschienen Dutzende uniformierte Polizisten auf dem Bahnquai."

Andere Augenzeugen berichteten, der Mann sei von etwa 20 Polizisten mit Pistolen verfolgt worden und über eine Absperrung gesprungen.

Ob sich es bei dem circa 30-jährigen Mann um einen Attentäter der gestrigen Bombenanschläge handelt, war zunächst noch unklar. Die Polizei bestätigte nach einer Stunde Verzögerung, dass der Mann seinen Schussverletzungen erlegen sei.

Der Nachrichtensender "Sky News" berichtete unter Berufung auf Polizeiquellen, der Mann sei einer der Terroristen gewesen, die an diesem Donnerstag Bomben in drei Londoner U-Bahnen und einem Bus gezündet hatten. Das bestätigte die Polizei nicht.

Moschee umstellt

Die Polizei hat ausserdem im Südosten der Stadt im Whitechapel-Quatier eine Moschee umstellt. Ein Augenzeuge berichtete, Dutzende Polizisten hätten die Strasse abgesperrt.

Es sei dort ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Der Alarm habe sich jedoch als falsch herausgestellt, teilte die Polizei mit.

Zuvor hatte die Polizei intensiv nach den vier Attentätern der neuen Terroranschläge in London gesucht. Scotland Yard geht offenbar davon aus, dass die Täter wieder islamische Extremisten waren.

(bsk/news.ch mit Agenturen)

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