Fünf Männer in St. Gallen festgenommen
Polizei unterschätzte Party in St. Gallen
publiziert: Montag, 16. Jul 2012 / 11:15 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Jul 2012 / 17:19 Uhr

St. Gallen - Die Polizei hat nach eigenen Angaben die illegale Party vom Samstag in St. Gallen unterschätzt. Die Suche nach den anonymen Initianten, die via SMS und Whats App zur Teilnahme einluden, läuft. Die Überwachungskameras sollen Hinweise auf weitere Straftaten liefern.

Nach den Ausschreitungen von Samstagnacht an einer unbewilligten Party mit rund 500 Teilnehmern am Marktplatz Bohl laufen gegen fünf 16- bis 24-Jährige Verfahren wegen Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die jungen Männer wurden vorübergehend inhaftiert und sind seit Sonntag wieder auf freiem Fuss.

Von den Aufzeichnungen der festinstallierten Überwachungskameras auf dem Bohl und von weiteren Video-Filmen erhoffen sich Polizei und Staatsanwaltschaft Hinweise auf weitere Straftäter. Dies sagte Pius Valier, Kommandant der Stadtpolizei St. Gallen, an einer Medienkonferenz vom Montag.

Der Schaden der eskalierten Party lasse sich noch nicht beziffern, betrage aber mehrere zehntausend Franken. Die Polizei habe die Party unterschätzt. "Ein nächstes Mal würden wir von Anfang an mehr Einsatzkräfte aufbieten", sagte der Chef der Stadtpolizei.

Polizei wusste von Party

Die Polizei habe seit Ende Juni von anonymen Aufrufen zur illegalen Party am Marktplatz Bohl gewusst. Via SMS und Whats App seien die Leute aufgefordert worden, Musik, Alkohol und gute Laune mitzubringen. "Die meisten Partygänger haben wahrscheinlich ein friedliches Happening erwartet", sagte Valier.

Die Polizei habe von Anfang an Präsenz markiert und sei um 20 Uhr mit einer nach damaliger Einschätzung "verhältnismässigen" Anzahl Polizisten in normaler Uniform vor Ort gewesen. Wie viele Polizisten es waren und wie gross das spätere Ordnungsdienst-Aufgebot war, wollte der Chef der Stadtpolizei nicht sagen.

Alkohol und Gaffer

Um 21 Uhr seien 400 bis 500 Personen auf dem Bohl gewesen, die den Verkehr behinderten. "Viele Jugendliche waren stark alkoholisiert." Zudem habe es zahlreiche Gaffer gegeben, sagte Einsatzleiter Walter Schweizer.

Die meisten Personen seien friedlich gewesen. Ein Kern von zehn Personen habe jedoch die Stimmung aufgeheizt und die anwesenden Polizisten beschimpft.

Als rund 15 bis 20 Personen auf das Dach der Calatrava-Haltestelle kletterten und den Stromleitungen von Bus und Bahn gefährlich nahe kamen, wurde der Strom in den Fahrleitungen abgestellt.

Die Polizei forderte die Partygänger auf, den Marktplatz zu verlassen. Daraufhin sei die Polizeitruppe mit Flaschen und Steinen beworfen worden und habe Gummischrot und Pfeffer eingesetzt.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Francesco Schettino: Weil er das Schiff ...
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen   3
Schönheit schützt vor Strafe nicht  Istanbul - Ein türkisches Gericht hat eine ehemalige Schönheitskönigin wegen Verunglimpfung von Präsident Recep Tayyip Erdogan zu einem Jahr und zweieinhalb Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. mehr lesen  
Schweizer Sprayer  Wien - Mit einem Urteil von zehn Monaten unbedingte Haft ist am Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen den Schweizer Sprayer «Puber» rund um ein angeblich gestohlenes Fahrrad zu Ende gegangen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich -1°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Basel -1°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel sonnig
St. Gallen -3°C 1°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern -2°C 2°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 0°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Genf 2°C 5°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Lugano 6°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten