Columbine als Vorbild
Polizei vereitelt Schul-Massaker in Palma
publiziert: Donnerstag, 4. Okt 2012 / 20:54 Uhr
Die Polizei konnte den jungen Mann rechtzeitig in Palma de Mallorca festnehmen.
Die Polizei konnte den jungen Mann rechtzeitig in Palma de Mallorca festnehmen.

Madrid - Die spanische Polizei hat einen 21-jährigen Mann festgenommen, der nach dem Vorbild des Columbine-Schulmassakers von 1999 an der Universität der Balearen möglichst viele Menschen umbringen wollte.

Der Mann sei in Palma de Mallorca gefasst worden, als er 140 Kilogramm Sprengstoff entgegennehmen wollte, die er über das Internet bestellt hatte, erklärte die Polizei am Donnerstag.

Aus beschlagnahmten Dokumenten gehe hervor, dass er aus «Hass auf die Gesellschaft und insbesondere auf Studenten» einen Selbstmordanschlag auf den Sitz der Universität in Palma geplant habe.

Der 21-Jährige wollte nach dem Stand der Ermittlungen Sprengsätze und mit Metallsplittern gefüllte Rohrbomben basteln und sie so auf dem Campus verteilen, dass ihre Explosion möglichst viele Opfer gefordert hätte.

Bekanntes Vorbild

Aufmerksam wurden die Ermittler demnach auf den 21-Jährigen, weil er sich in Internetbeiträgen und in einem eigenen Blog immer wieder mit den Tätern von Columbine identifiziert, über seinen eigenen Hass geschrieben sowie von seiner Begeisterung für Waffen und selbstgebaute Sprengsätze berichtet hatte.

Bei dem Amoklauf an der Columbine High School in Littleton im US-Bundesstaat Colorado hatten zwei 18 und 15 Jahre alte Aussenseiter am 20. April 1999 insgesamt 13 Menschen und sich selbst erschossen und 23 weitere verletzt. Es war das bis dahin folgenschwerste Schulmassaker in den USA.

(bert/sda)

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