Gegen Proteste der Opposition
Polizeigewalt gegen Demonstranten in Kuwait
publiziert: Montag, 22. Okt 2012 / 09:14 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Okt 2012 / 12:33 Uhr
Polizei geht mit Gewalt gegen Proteste der Opposition in Kuwait vor
Polizei geht mit Gewalt gegen Proteste der Opposition in Kuwait vor

Kuwait-Stadt - In Kuwait hat die Polizei in der Nacht auf Montag mit aller Härte einen Massenprotest beendet. Zehntausende Menschen demonstrierten gegen eine umstrittene Änderung des Wahlrechts. Die Polizei setzte Schockgranaten und Tränengas ein.

5 Meldungen im Zusammenhang
Nach Berichten lokaler Medien wurden 40 Menschen festgenommen. Dutzende Demonstranten und elf Polizisten seien verletzt worden, hiess es. Am Morgen kehrte wieder Ruhe ein.

Die Veranstalter gaben die Zahl der Demonstranten mit rund 100'000 an. Unabhängige Beobachter sprachen von 30'000. Die Polizei machte keine Angaben. Der frühere Abgeordnete Abdallah al-Barghasch bezeichnete das harte Vorgehen gegen die Demonstranten für Kuwait als «beispiellos».

Die islamistische und nationalistische Opposition hatte aus Protest gegen die Änderung des Wahlrechts vor der vorgezogenen Parlamentswahl am 1. Dezember zu den «grössten Protesten in der Geschichte Kuwaits» aufgerufen.

Bei der anstehenden Wahl soll erstmals jede Wählerin und jeder Wähler nur einen Kandidaten wählen können. Bisher hatten die Wähler jeweils vier Kandidaten auswählen dürfen.

Die Opposition fühlt sich von der Neuregelung benachteiligt. Nach der Verabschiedung der umstrittenen Änderung durch das Kabinett hatte die Opposition am Samstag von einer «Kriegserklärung» gesprochen.

Andauernde Regierungskrise

Nach Darstellung des Emirs Scheich Sabah al-Ahmad al-Sabah soll die Reform dagegen die «nationale Einheit» schützen und eine Spaltung entlang konfessioneller Linien verhindern.

Ein Gericht hatte im Juni die Parlamentswahl vom vergangenen Februar aus formalen Gründen für ungültig erklärt. Damit musste das von Islamisten dominierte Parlament abtreten. Das vorherige regierungsfreundliche Parlament wurde wieder eingesetzt.

Kuwaits Regierung wird von der seit 250 Jahren herrschenden Al-Sabah-Dynastie dominiert. Die Opposition will die Erbmonarchie durch eine konstitutionelle Monarchie ersetzen, in der die Parlamentsmehrheit über den Ministerpräsidenten entscheidet.

Das Golfemirat, in dem die Bürger mehr Mitspracherecht haben als in den anderen arabischen Ölmonarchien, hangelt sich seit Jahren von einer Regierungskrise zur nächsten. Die Herrscherfamilie besetzt in der Regierung traditionell die Schlüsselressorts.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kuwait-Stadt/Istanbul - Wenige Stunden vor Beginn der Parlamentswahl in Kuwait haben Zehntausende Demonstranten in der ... mehr lesen
Das Parlamentsgebäude in Kuwait-Stadt
Kuwait-Stadt - In Kuwait hat die Polizei erneut eine Demonstration von Oppositionellen in der Hauptstadt des Landes gewaltsam unterbunden. Die Sicherheitskräfte setzten am Sonntag Blendgranaten und Tränengas ein und vertrieben mehrere tausend Demonstranten aus Kuwait-Stadt. mehr lesen 
Kuwait-Stadt - Die Polizei in Kuwait hat eine Demonstration tausender Menschen gegen die Inhaftierung eines der führenden Oppositionellen des Landes aufgelöst. mehr lesen 
Kuwait - Rund 10'000 Kuwaiter haben am Montag gegen die von der Regierung beabsichtigte Änderung des Wahlrechts demonstriert. Sie versammelten sich auf Aufruf der Opposition am Abend nahe des Parlaments in Kuwait-Stadt. mehr lesen 
Kuwait-Stadt - Mehr als 3000 Kuwaiter haben am Montag für die Wahl eines Ministerpräsidenten von ausserhalb der Herrscherfamilie Al Sabah demonstriert. mehr lesen 
Tsipras war zurückgetreten, weil er sich als Ergebnis eines neuen Wahlgangs eine stärkere Unterstützung des Volkes für seine Reformpolitik erhofft.
Tsipras war zurückgetreten, weil er sich ...
Nach erster Meinungsumfrage liegt Syriza-Partei mt 23 Prozent vorne  Athen - Griechenlands zurückgetretener Ministerpräsident Alexis Tsipras kann sich laut einer Umfrage Hoffnungen auf einen Sieg bei den Neuwahlen am 20. September machen. 
Alexis Tsipras will Griechenland wieder auf Wachstumskurs bringen.
Tsipras fordert neues Mandat Athen - Der zurückgetretene griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seine Landsleute aufgerufen, ihm ein neues Mandat zu erteilen. Er ... 1
Am 20. September  Athen - Vorgezogenen Wahlen in Griechenland steht nichts mehr im Weg: Am Donnerstag legte der Chef der neuen Linkspartei Volkseinheit ...  
Von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos wird erwartet, dass er die vorgezogene Wahlen proklamieren und eine geschäftsführende Interimsregierung einsetzen wird.
Tsipras fordert neues Mandat Athen - Der zurückgetretene griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seine Landsleute aufgerufen, ihm ein ... 1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2713
    Eigentlich... ...ist dieser Kommentar ein schönes Beispiel für Faschistoides ... heute 01:55
  • keinschaf aus Wladiwostok 2713
    Der Fettwanst... ....Gabriel sieht ja auch entsprechend aus. Mit einer Schlankheitskur ... heute 01:20
  • keinschaf aus Wladiwostok 2713
    Selber Schuld. "Wandern Sie bitte aus!! Wir Bürger wollen nichts von Euch ... heute 01:17
  • Kassandra aus Frauenfeld 1477
    Raus mit diesen Unmenschen! Wieder einmal kein Wort zu dem Pack, das die deutsche Kanzlerin ... heute 00:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3255
    Jeder... Grüne/SPD-Politiker der ein grosses Haus und ein noch grösseres ... gestern 14:04
  • Kassandra aus Frauenfeld 1477
    Traue keinem Griechen, selbst wenn er mit Geschenken kommt. (Stammt nicht von mir) Ob der ... gestern 10:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3255
    Der... Daesh (IS) steht eigentlich nur für alle Formen von Gewalt. Je mehr man ... Mi, 26.08.15 14:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3255
    Zuzug Alleine durch den Familiennachzug der nun einwandernden Personen wird ... Mi, 26.08.15 12:58
Wettbewerb
Unvergessliche Momente auf der OCHSNER SPORT CLUB Fanbank.
Hautnah dabei  OCHSNER SPORT CLUB bringt dich hautnah an die Stars der Super League.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 17°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 17°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 20°C 27°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 17°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 17°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 19°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 18°C 28°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten