Job «richtig gemacht»
Polizist in Ferguson würde wieder schiessen
publiziert: Mittwoch, 26. Nov 2014 / 06:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 26. Nov 2014 / 06:34 Uhr

Ferguson - Der weisse US-Polizist Darren Wilson, der in Ferguson einen schwarzen Teenager erschossen hatte, würde wieder so handeln. Er habe ein «reines Gewissen», weil er wisse, dass er seinen Job «richtig gemacht» habe, sagte Wilson am Dienstag dem US-Sender ABC.

10 Meldungen im Zusammenhang
Wilson hatte Anfang August in Ferguson den 18-jährigen Michael Brown erschossen und Notwehr geltend gemacht. Danach gefragt, ob er auch so gehandelt hätte, wenn Brown weiss gewesen wäre, sagte der Polizist: «Ja, (...) keine Frage.»

Es war das erste Mal, dass sich Wilson öffentlich zu dem tödlichen Vorfall vom 9. August äusserte. Am Montag hatte eine Grand Jury ihre Entscheidung veröffentlicht, wonach sich Wilson wegen der tödlichen Schüsse nicht vor Gericht verantworten muss. In Ferguson, das im Bundesstaat Missouri liegt, gab es daraufhin schwere nächtliche Krawalle.

Wilson sagte dem Sender, er habe um sein Leben gefürchtet und deshalb auf den 18-jährigen Brown geschossen. Er beschrieb den Teenager als «kräftigen» Typen. «Er wollte mich töten», sagte der Polizist.

Er habe befürchtet, dass Brown ihm seine Dienstwaffe entreissen und sie auf ihn richten könnte. Dass ihn die Tat verfolge, glaube er nicht, sagte Wilson. Der Vorfall werde etwas bleiben, das ihm nun einmal passiert sei.

Obama äussert Verständnis

US-Präsident Barack Obama verurteilte die jüngste Gewaltexzesse in der Stadt Ferguson scharf. Es gebe «keine Entschuldigung» dafür, Gebäude und Fahrzeuge anzuzünden, Eigentum zu zerstören und «Menschen in Gefahr zu bringen», sagte Obama am Dienstag (Ortszeit) in Chicago. «Das sind kriminelle Akte.» Der US-Präsident forderte zudem, dass alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.



Obama äusserte zugleich Verständnis für das Gefühl vieler Menschen, dass Gesetze «nicht immer einheitlich oder gerecht» angewandt würden. Er habe aber noch nie erlebt, dass ein Gesetz Realität wurde, «nur weil ein Auto angezündet wurde». Der Präsident rief daher die Demonstranten dazu auf, «konstruktive» und friedliche Mittel zu wählen, um ihre Ziele zu erreichen und Probleme zu lösen.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Der US-Polizist, der in ... mehr lesen
New York - Das US-Justizministerium schaltet sich in die Aufklärung des Todes eines Schwarzen ein, der in New York bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen ist. Zuvor hatten die ... mehr lesen
Ferguson - Der Todesschütze von Ferguson ist knapp vier Monate nach seinen ... mehr lesen 3
In einer Vorstadt von St. Louis starteten am Samstag dutzende Aktivisten einen Gedenkmarsch. (Archivbild)
Tausende Leute demonstrierten in den vergangenen Tagen auf die Strassen Amerikas.
Washington - Der Polizist, der im August in der US-Stadt Ferguson den schwarzen Teenager Michael Brown erschossen hat, wird nicht mehr in den Dienst zurückkehren. Die Polizeiarbeit ... mehr lesen
Ferguson - Mehrere Demonstranten haben am Mittwoch versucht, das Rathaus der ... mehr lesen
Nun ist auch in St. Louis so einiges los. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Ferguson - Nach den schweren Unruhen in Ferguson ist es in der Nacht zum Mittwoch in mehreren US-Städten zu Demonstrationen gekommen. In New York protestierten Hunderte auf dem Times ... mehr lesen 1
Cleveland - Nach dem Tod eines schwarzen Jugendlichen durch Polizeischüsse ... mehr lesen
Etschmayer Gegen den Polizisten, der den unbewaffneten und vor allem schwarzen Jugendlichen Michael Brown in Ferguson, Missouri mit sechs Schüssen erschossen hat, wird nach einer undurchsichtigen, sehr langen Grand Jury Beratung keine Anklage erhoben. Eine Welle der Empörung - auch aus Europa - ist sicher. Mit welchem Recht? mehr lesen 
Ferguson - Brennende Häuser, demolierte Autos und Geschäfte - der Verzicht auf die Anklage gegen einen Todesschützen der Polizei hat in der US-Kleinstadt Ferguson schwere Unruhen ausgelöst. ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Das Ausstellen einer Rechnung ist in der Schweiz rechtlich genau geregelt. Besonders Jungunternehmer und Startups sehen sich zu Beginn mit einer grossen Zahl verschiedener Anforderungen in diesem Bereich konfrontiert. Dabei herrscht Unklarheit darüber, welche Fallstricke tatsächlich beachtet werden müssen, um ein gesetzlich gültiges Papier abzugeben. Wir haben den Fokus deshalb auf die wichtigsten Grundlagen gelegt, die es zu beachten gilt. mehr lesen 
Schiedsgericht-Entscheide nach UDRP bei der WIPO  Um unsere Kunden vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, haben wir bei domains.ch begonnen pendente und abgeschlossene Schiedsgerichtentscheide zu Domains zu sammeln. Aktuell verfügen wir über mehrere zehntausend Entscheide die bei der WIPO gefallen sind. mehr lesen  
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen  
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen 3
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
OFT GELESEN
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 18°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Basel 19°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
St. Gallen 16°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
Bern 16°C 23°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Luzern 16°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Genf 17°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 19°C 29°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten