Popstars und Pickel: «Bravo» wird 50
publiziert: Samstag, 26. Aug 2006 / 08:20 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Aug 2006 / 20:44 Uhr

Hamburg - Schon manche Grosseltern haben sie heimlich unter der Schulbank gelesen: Die Teenie-Bibel «Bravo».

«Bravo» meidet die Politik wie der Teufel das Weihwasser.
«Bravo» meidet die Politik wie der Teufel das Weihwasser.
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Und bis heute schmökern Jugendliche in ihr über Popstars und Pubertätsprobleme: «Bravo» feiert heute den 50. Geburtstag. Ein Heft für Filmliebhaber sollte «Bravo» eigentlich werden, und so startete Deutschlands erstes Jugendmagazin am 26. August 1956 als «Zeitschrift für Film und Fernsehen», herausgegeben vom 2005 gestorbenen Journalisten Peter Boenisch.

Für 50 deutsche Pfennig ging «Bravo» damals mit Covergirl Marilyn Monroe über die Ladentheke. Dann kamen in den 60ern die Beatles, die deutsche Jugend rockte, und Stars des Rock´n´Roll verdrängten die Leinwandhelden von den Titelbildern.

Teenie-Chefaufklärer

Doch nicht nur die Storys über Musik- und TV-Stars ziehen die Leser in den Bann. Als die Auflage Ende der 60er Jahre einbricht, heben die Bravo-Macher ein neues Thema ins Blatt: Sex. Dr. Sommer hiess die Vertrauensperson, die auch auf delikate Fragen antwortete und so zum Teenie-Chefaufklärer avancierte.

Bei aller Vielfalt - ein Thema findet sich selten im Jugendmagazin. «´Bravo´ meidet die Politik wie der Teufel das Weihwasser», sagt Farin. Die Bravo wolle bei möglichst vielen Teenies ankommen und mache daher um kontroverse Themen einen Bogen.

Sinkende Auflage

Die einstige Teenager-Bibel hat es heute nicht leicht. Lag die durchschnittliche Auflage Anfang der 90er noch bei rund einer Million Expemplare, waren es im zweiten Quartal 2006 noch knapp 511 000 Expemplare.

Kein Wunder: Einmal vom Internet abgesehen, buhlen am Kiosk dutzende Magazine um die Gunst Jugendlicher. Gefragt sind Spezialhefte für Mädchen, Skateboarder und Computerfreaks.

Bloss keinen Trend verpassen, heisst es bis heute für die «Bravo»- Redaktion. Älter ist die «Bravo» dank dieser Devise eigentlich nie geworden - nur etwas schriller.

(ht/sda)

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