Positive Bilanz der G-8-Gegner in Heiligendamm
publiziert: Freitag, 8. Jun 2007 / 18:28 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Jun 2007 / 19:24 Uhr

Heiligendamm - Die Globalisierungsgegner haben am Morgen ihre Blockaden auf mehreren Zufahrtsstrassen zum G-8-Tagungsort Heiligendamm beendet. Eine Sprecherin der Block-8-Organisatoren in Rostock wertete die dreitägigen Aktionen als grossen Erfolg.

Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich rund 20'000 G-8-Gegner an Protesten und am Alternativgipfel.
Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich rund 20'000 G-8-Gegner an Protesten und am Alternativgipfel.
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«Wir haben es geschafft, den G-8-Gipfel auf der Strasse die ganze Zeit lahm zu legen», sagte Sprecherin Lea Voigt mit Blick auf die Sitzblockaden. Mehr als 10'000 Menschen hätten klar gemacht, was sie von dem Demonstrationsverbot um den G-8-Tagungsort hielten.

Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich rund 20'000 G-8-Gegner an Protesten und am Alternativgipfel. Rund 18'000 hätten in den Camps in Rostock und der Umgebung von Heiligendamm übernachtet. An den Blockaden hätten sich bis zu 13'000 beteiligt.

Die Aktionen hätten die politische Landschaft in Deutschland verändert und gezeigt, dass eine Massenmobilisierung möglich sei, sagte Werner Rätz von der Demo AG. Die Krawalle am Samstag in Rostock bedauerte er erneut, wies aber der Polizei eine Mitschuld zu.

Kritik an der Polizei

Auch Voigt kritisierte die Polizei, die am Donnerstag viel zu hart gegen die Demonstranten an der Zufahrtsstrasse in Hinter Bollhagen vorgegangen sei. Durch den massiven Wasserwerfereinsatzes seien mehrere Demonstranten so stark verletzt worden, dass sie ins Spital gekommen seien.

Nach Angaben der Anwälte der Demonstranten wurden in den vergangenen Tagen insgesamt 1200 G-8-Gegner Polizeigewahrsam genommen. Es habe zwölf Schnellverfahren gegeben, Hunderte von Platzverweisen seien erteilt worden.

(fest/sda)

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