Gesprächsstoff war die Spielverschiebung
Posse vor entscheidendem Champions-League-Spiel der Kadetten
publiziert: Donnerstag, 19. Feb 2015 / 17:19 Uhr
Das Hinspiel gegen die Fanzosen ist schwer, aber alles andere als unlösbar.
Das Hinspiel gegen die Fanzosen ist schwer, aber alles andere als unlösbar.

Mit einem Unentschieden am Samstag im Auswärtsspiel gegen Dunkerque (Fr) erreichen die Kadetten Schaffhausen zum dritten Mal nach 2011 und 2012 die Achtelfinals der Champions League. Mehr zu reden gab im Vorfeld aber die Spielverschiebung der Partie gegen Wacker Thun.

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Dank des überraschenden 32:29-Heimsieges gegen Pick Szeged (Un) in der zweitletzten Runde der Gruppenphase sind die Kadetten zurück im Rennen um die Achtelfinals. Nach der 27:28-Niederlage von Motor Saporoschje am Mittwoch gegen Kielce steht fest, dass ihnen gegen Dunkerque ein Unentschieden zum Weiterkommen genügt. Das Hinspiel gegen die Franzosen entschieden die Schaffhauser mit 25:23 für sich. Die Aufgabe ist also schwer, aber alles andere als unlösbar.

Gesuch abgelehnt

Um sich auf die «Finalissima» optimal vorzubereiten, stellten die Kadetten am vergangenen Montag ein Gesuch, das auf Mittwoch angesetzte Meisterschaftsspiel bei Wacker Thun zu verschieben. Dieses wurde von der Swiss Handball League abgelehnt, worauf die Schaffhauser beim Zentralvorstand des Verbandes eine Beschwerde einlegten, die gutgeheissen wurde. Klaus Wellershoff, Mitglied des Zentralvorstands, begründete den Entscheid damit, dass eine Achtelfinal-Qualifikation der Kadetten die Position des Schweizer Vertreters in der Champions League in der kommenden Saison stärken würde und auch einen positiven Einfluss auf das Liga-Ranking des europäischen Verbands hätte.

Wacker goutierte die Spielverschiebung jedoch überhaupt nicht, auch weil den Berner Oberländern 2012 rund um den Final im Challenge-Cup ein ähnliches Gesuch abgelehnt worden war. In einer Medienmitteilung schrieben die Thuner, dass sie über das Vorgehen der Kadetten und des Zentralvorstandes ganz einfach entsetzt seien. Für sie ist das Verhalten der Schaffhauser «absolut unsportlich».

Matchvorbereitung inszeniert

Wacker ging soweit, am Mittwoch eine Matchvorbereitung zu inszenieren - sogar das Security-Personal war da. Auch Zuschauer fanden sich in der Lachenhalle ein. Die Spieler hielten Transparente hoch, mit denen sie ihr Unverständnis über die Verschiebung der Partie kundtaten. Auf einem stand: «SpielverSCHIEBUNG lieferbar innert 24h».

Die Thuner fordern nun einen Forfait-Sieg und sind gewillt, juristische Schritte einzuleiten. Diese dürften allerdings nicht von Erfolg gekrönt sein, da diese Saison ein Übergangsjahr und es einmalig möglich ist, einen Entscheid der SHL an den Zentralvorstand weiterzuziehen. «Die Rechtslage ist eindeutig», sagte Wellershoff. So oder so wirft diese Posse ein schlechtes Licht auf den hiesigen Handball.

(jbo/Si)

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