Power Nap: Minischläfchen nach dem Mittagessen
publiziert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 09:10 Uhr

Bern - Unsere Urgrosseltern schwörten auf ihr Nickerchen am Mittag. In der Leistungsgesellschaft des 20. Jahrhunderts war der Mittagsschlaf langezeit verpönt und nur noch etwas für Kleinkinder, Rentner und Faulenzer. Heute feiert das Nickerchen ein Comeback.

Leistungsfördernd: Der kurze Büroschlaf.
Leistungsfördernd: Der kurze Büroschlaf.
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Die Nickerchen-Welle schwappte vor ein paar Jahren von Amerika nach Europa über. Heute spricht man natürlich längst nicht mehr von Nickerchen oder Mittagsschlaf, sondern von «Power Nap».

In den US-Metropolen gibt es längst sogenannte «Nap Cabs», also öffentliche Schlafkabinen oder -räume, wo der schlafarme, gestresste Grossstädter neue Leistungsfähigkeit für die zweite Tageshälfte tankt.

In Japan gehört der Kurzschlaf, Inemuri genannt, zur Arbeitskultur. Kurzgeschlafen wird wann und wo es gerade geht, notfalls auch im Stehen. Und auch in Südeuropa kennt man die Ruhepause über Mittag, die Siesta.

Mittagsschläfchen in der Bundesstadt

In der Schweiz hat das «Power Napping» längst Anhänger gefunden. So haben beispielsweise diverse Firmen für ihre Angestellten Ruheräume eingerichtet, Angebote für ein breites Publikum sind aber nach wie vor eher dünn gesäht.

Aktuell bietet unter anderem in Bern das Viersternhotel Bären an der Schauplatzgasse Mittagessen mit anschliessendem Nickerchen. Pro Tag machten durchschnittlich drei bis vier Personen Gebrauch vom Angebot, erzählt Hotelpächter Hannes Imboden. Zu den Gästen gehören etwa Geschäftsleute, aber auch Pendler, die mittags nicht nach Hause gehen können.

Körper und Geist regenerieren

Ein Kurzschlaf von zehn bis zwanzig Minuten reicht aus, um Körper und Geist zu regenerieren, heisst es in einer Broschüre der Klinik für Schlafmedizin Zurzach AG (KSM) zum Thema Power Nap. Einen guten Nachtschlaf von sieben bis acht Stunden könne ein Nickerchen aber natürlich nicht ersetzen.

Länger als eine halbe Stunde sollte das Mittagsschläfchen allerdings nicht dauern, da man sonst in eine Tiefschlafphase fällt. Das Aufwachen fällt dann schwer, und man fühlt sich gerädert und müder als zuvor.

(Therese Hänni/sda)

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