Powert Basel auch Dinamo aus?
publiziert: Mittwoch, 7. Nov 2007 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Nov 2007 / 00:05 Uhr

Der FC Basel hat diesen Herbst wieder an vergangene goldene Zeiten angeknüpft. Seit dem 19. August ist der Meisterschaftsleader ungeschlagen, sammelte in neun Runden 23 Punkte und ist mit fünf Erfolgen in den UEFA-Cup gestartet. Powert Basel auch Dinamo Zagreb aus?

Basels Trainer Christian Gross fordert eine stärkere Leistung als gegen Rennes: «Jeder Punkt und jedes Tor kann entscheidend sein.»
Basels Trainer Christian Gross fordert eine stärkere Leistung als gegen Rennes: «Jeder Punkt und jedes Tor kann entscheidend sein.»
Die Zuversicht beim Schweizer Cupsieger ist nach dem 1:0-Heimsieg gegen Rennes zum Start in die Gruppenphase und trotz dem 5. Spiel in 15 Tagen gross. Trainer Christian Gross: «Wir wollen auch das zweite Spiel gewinnen. Dazu ist aber eine noch stärkere Leistung als gegen Rennes notwendig. In dieser Gruppe, die ich als die ausgeglichenste einstufe, kann jeder Punkt und jedes Tor entscheidend sein.»

Carlitos und Huggel fehlen

Gross trat am Mittwochmittag die Reise in die kroatische Hauptstadt zum Spiel am Donnerstagabend (Kickoff: 20.15 Uhr) im Maksimir-Stadion ohne Benjamin Huggel, Carlitos, Koji Nakata, Malick Ba und César Carignano an. Der wieder für die Nationalmannschaft berücksichtigte Huggel hat sich von seiner Hirnerschütterung am 28. Oktober im Match gegen die Young Boys nach dem Ellbogenschlag von Zayatte noch nicht erholt. Und auch für den Portugiesen Carlitos war die Regeneration nach der Ende Oktober zugezogenen Schulterluxation zu knapp. Gross´ personelle Alternativen werden allmählich knapp.

Deshalb wird der schlaue Trainer, dessen Team national dank seiner Physis und seinem Powerfussball überragt, in Zagreb beim heimstarken 13-fachen kroatischen Meister vorsichtig taktieren und wohl nur mit einer nominellen Spitze (Streller) antreten.

Fabian Frei und Franz Burgmeier stehen im ersatzgeschwächten Mittelfeld als Ergänzungen zur Auswahl. Mit Eduardo hält Gross einen zweikampfstarken zusätzlichen Stürmer in der Hinterhand.

«Eduardo kann ein Schlüsselspieler in Zagreb sein. Er besitzt die Fähigkeit, den Ball auch gegen zwei Gegner gut abzuschirmen», macht sich der Trainer Mut.

Nach den Aufgalopps gegen Mattersburg (2:1, 4:0) und Sarajevo (2:1, 6:0) feierte Basel gegen den französischen Spitzenklub Rennes vor allem einen taktischen Sieg, den Goalgetter Marco Streller mit einem Kopfball nach geduldiger Leistung sicherte. Der kroatische Doublegewinner, der am ersten Spieltag in der Gruppe D pausierte, stellt aber die noch grössere Hürde für den FCB dar als das vorsichtige Rennes.

Dinamos Erfolgsserie

Die «Plavi», die Blauen, von Branko Ivankovic, dem Trainer von Iran an der WM 2006 und langjährigen Nationalmannschaftsassistenten Kroatiens, sind die Überflieger in ihrer Heimat. Mit 12 Punkten Vorsprung auf Rijeka und 16 auf Erzrivale Hajduk Split führt Dinamo Zagreb die Tabelle nach 15 Runden an. Zuhause gab der 1945 gegründete Verein, der während der politischen Turbulenzen dreimal seinen Namen gewechselt hat und erst seit 2000 wieder Dinamo Zagreb heisst, keinen einzigen Punkt ab.

Im Jahr 2007 hat Dinamo 29 von 30 Partien gewonnen, eine überragende Bilanz, obwohl im Sommer mit Stürmer Eduardo da Silva (für 15 Millionen Euro zu Arsenal) und Verteidiger Vedran Corluka (für 13 Millionen zu Manchester City) zwei Leistungsträger den Verein verliessen. In der Ausscheidung zur Champions League scheiterte Kroatiens Vorzeigeklub knapp an Werder Bremen, in der 1. UEFA-Cup-Runde eliminierte Dinamo das einst grosse Ajax Amsterdam.

Wie in Basel wurden im Sommer Legionäre aus dem Ausland zurückgeholt: Bosko Balaban von Brügge und Tomis Sokota vom FC Porto. Im Tor steht der erfahrene Deutsche Georg Koch (35), der einst bei Duisburg, Kaiserslautern, Bielefeld, Cottbus und Eindhoven zwischen den Pfosten stand.

Der Star ist aber zweifellos Luca Modric. Um den 22-jährigen Spielmacher, der einen Vertrag bis 2015 besitzt, bemühen sich zahlreiche ausländische Spitzenklubs, nicht nur der FC Barcelona. Sein Marktwert wird auf über 10 Millionen geschätzt. Er wird in der Winterpause wahrscheinlich verkauft, weil der umstrittene Vizepräsident Zdravko Mamic (auch «Sheriff von Maksimir» genannt), nicht nur Eduardos und Corlukas Spielerberater ist, sondern auch die Interessen von Modric vertritt und sich somit persönlich bereichert.

Die voraussichtliche Startformationen:

Dinamo Zagreb: Koch; Etto, Drpic, Schildenfeld, Cale; Sammir, Modric, Pokrivac, Vukojevic; Mandzukic, Sokota.

Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Marque, Hodel; Ergic; David Degen, Chipperfield, Frei, Caicedo; Streller.

SR Gumienny (Be).

( Peter Wyrsch, Zagreb/Si)

 
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