Paläontologie
Prähistorischer Raubfisch besass einen spiralförmigen Darm
publiziert: Mittwoch, 6. Jan 2016 / 15:53 Uhr
Als Saurichthys curionii versteinerte, sind auch Speisereste in seinem Magen-Darm-Trakt konserviert worden.
Als Saurichthys curionii versteinerte, sind auch Speisereste in seinem Magen-Darm-Trakt konserviert worden.

Zürich - Die Überreste der letzten Mahlzeit eines fossilen Raubfischs geben Aufschluss über die Anatomie seines Darms, wie Paläontologen der Universität Zürich berichten. Sein Magen-Darm-Trakt gleicht dem heutiger Rochen und Haie.

Als Saurichthys curionii, ein Knochenfisch aus dem Trias, versteinerte, sind auch Speisereste in seinem Magen-Darm-Trakt konserviert worden. Forscher der Universität Zürich konnten anhand dieser Reste nun feststellen, dass der ausgestorbene Raubfisch einen spiralförmigen Darm besass, wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte.

Spurensuche mit UV-Licht

Das Team um den Paläontologen Marcelo Sánchez untersuchte das aus der Tessiner Lagerstätte Monte San Giorgio stammende Fossil mittels UV-Licht. Damit liessen sich die konservierten Speisereste, welche die Anatomie des Magen-Darm-Trakts widerspiegeln, deutlich erkennen. Die Ergebnisse sind im Fachjournal «Scientific Reports» erschienen.

Ihre Beobachtungen verglichen die Wissenschaftler zudem mit einem grossen Datensatz über ausgestorbene und existierende Fische. Demnach besass Saurichthys einen geraden Magen und einen spiralförmigen Darm. Der Magen-Darm-Trakt dieses frühen Knochenfischs ähnelt somit der Anatomie heute lebender Hai- und Rochenarten.

Vergrösserte Oberfläche

Die Anatomie des Magen-Darm-Traktes von Saurichthys, insbesondere die vielen Windungen im Spiraldarm, zeige, wie die ursprünglichsten Verdauungsorgane der früheren Fische aussahen, liess sich der Erstautor der Studie Thodoris Argyriou in der Mitteilung zitieren.

Die durch seine vielen Windungen vergrösserte Oberfläche des Darms dürfte dem Raubfisch mehr Energie durch eine effiziente Verdauung geliefert haben, vermutet Argyriou. Die Anatomie weise entsprechend auf einen energiegeladenen Lebensstil hin.

Saurichthys gehört zu einer ausgestorbenen Fischfamilie aus dem Trias und Unterjura. Diese weit verbreiteten Raubfische hatten einen langgestreckten, torpedoförmigen Körper, der bis zu 180 Zentimeter lang werden konnte. Sie ähnelten den heutigen Hechten und Hornhechten.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 16
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen ...  
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Experten: Europa muss sich auf die Zika-Epidemie vorbereiten Kopenhagen - «Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Das Zika-Virus zeigt nicht nur sein ...
Das Zika-Virus kann auch bei Erwachsenen schwerwiegende neurologische Erkrankungen auslösen.
16 Personen in der Schweiz Zika-infiziert Bern - In der Schweiz sind seit Einführung der Meldepflicht Anfang März 16 Fälle von Infektionen mit dem ...
In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion unbemerkt. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
Basel 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
St. Gallen 14°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 15°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen freundlich
Genf 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 18°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten