Präimplantationsdiagnostik erneut auf dem Prüfstand

publiziert: Montag, 18. Mai 2009 / 17:18 Uhr

Bern - Die Aufhebung des Verbots der Präimplantationsdiagnostik (PID), der genetischen Untersuchung von künstlich befruchteten Embryonen vor der Einpflanzung in die Gebärmutter, findet in der abgeschlossenen Vernehmlassung keine Mehrheit.

Bei kirchlichen Kreisen und ihnen nahestehenden Parteien stossen die Vorschläge auf vollständige Ablehnung.
Bei kirchlichen Kreisen und ihnen nahestehenden Parteien stossen die Vorschläge auf vollständige Ablehnung.
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Die einen sind dagegen, weil ihnen die Bestimmungen zu wenig weit gehen, die anderen opponieren, weil die Revision zu liberal ist. Und eine dritte Gruppe von Parteien und Organisationen befürwortet die Revision, pocht aber auf die strikte Einhaltung der Vorschriften.

Auf vollständige Ablehnung stossen die Vorschläge bei kirchlichen Kreisen und den ihnen nahestenden Parteien. Die EVP widersetzt sich der PID, weil damit bewusst menschliches Leben getötet und der erste Schritt zur Selektion gemacht werde. Die KVP lehnt die Gesetzesrevision laut eigenen Angaben «kompromisslos» ab.


Ärztevereinigung will Bestimmungen ausweiten

Die CVP fürchtet vor allem eine baldige Ausweitung des Gesetzes, sei dies um das Screening bei Embryonen vorzunehmen, um andere Krankheiten oder das Geschlecht zu bestimmen. Die CVP-Frauen sagen Ja zur PID, verlangen aber, dass sie in die Grundversicherung aufgenommen wird.

Auch die Ärztevereinigung FMH will die Bestimmungen ausweiten, und lehnt deshalb die Vorlage wegen den zu engen Rahmenbedingungen ab. Bleibe es bei der restriktiven Auslegung, sei anzunehmen, dass betroffene Paare weiterhin ins Ausland gehen, wo die Gesetze liberaler seien.

FDP ist enttäuscht

Die FDP ist vom Entwurf des Bundesrates enttäuscht und lehnt ihn ebenfalls ab. Die Vorlage sei viel zu restriktiv und entspreche weder den Bedürfnissen der betroffenen Paare noch derjenigen der behandelnden Ärzte.

«Ja, aber...», sagt die SVP. Die Partei könne dem Entwurf nur zustimmen, wenn die vorgesehenen restriktiven Regelungen und Voraussetzungen ohne Wenn und Aber beibehalten werden. Gleicher Meinung ist eine Mehrheit der SP. Eine Minderheit der SP ist für eine weiterführende Öffnung.

(tri/sda)

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