Prämie für Verzicht auf bezahlten Sex
publiziert: Dienstag, 26. Dez 2006 / 09:20 Uhr

Seoul - Bei ihrer Kampagne gegen Prostitution setzt die südkoreanische Regierung neuerdings auf den Wettkampfgeist des männlichen Teils der Bevölkerung. Seit Anfang Dezember bietet sie einen ungewöhnlichen Keuschheits-Wettbewerb an.

In Südkorea gilt seit 2004 ein strenges Gesetz gegen Prostitution
In Südkorea gilt seit 2004 ein strenges Gesetz gegen Prostitution
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Sieger wird dabei das Unternehmen, das am meisten Mitarbeiter zu dem Gelübde bewegen kann, nach den Feiern zum Jahresende auf den durchaus üblichen Gang ins Bordell zu verzichten. Obwohl die Prämie umgerechnet nur etwa 1300 Franken beträgt, haben sich mehr als 1200 Firmen auf der Internetseite des Ministeriums für Gleichberechtigung registrieren lassen.

«Aller Kritik an unserer Kampagne zum Trotz erhalten wir von vielen Menschen positive Reaktionen», versicherte ein Ministeriumsvertreter. Er verwies auf die gängige Praxis, feuchtfröhliche Unternehmensfeiern zum Jahresende mit bezahltem Sex ausklingen zu lassen.

Sarkastische Kommentare

Die Medien reagierten dagegen mit sarkastischen Kommentaren. Von einer «naiven Idee» sprach die Zeitung «Joong Ang Ilbo» und warf der Regierung Geldverschwendung vor. Offenbar sei diese der Ansicht, jeder Mann sei «potenzieller Kunde von Prostituierten».

In Südkorea gilt seit 2004 ein strenges Gesetz gegen Prostitution. Bordellbesitzern drohen bis zu zehn Jahren, Kunden von Prostituierten bis zu einem Jahr Haft. Nach der offiziellen Statistik arbeiten in dem ostasiatischen Land rund 330´000 Frauen in der Sex-Industrie.

(ht/sda)

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