Präsident Mubarak befürchtet «neue Gefahren» durch Iran
publiziert: Montag, 6. Sep 2010 / 08:35 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Sep 2010 / 09:10 Uhr
Hosni Mubarak, Präsident Ägypten.
Hosni Mubarak, Präsident Ägypten.

Kairo - Ägyptens Staatschef Husni Mubarak hat sich besorgt über den Einfluss des Iran in der Region geäussert. Die arabische und muslimische Welt sehe sich derzeit «schwierigen Zeiten» gegenüber, sagte Mubarak in einer Rede in Kairo.

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Zusätzlich zu den Problemen in Afghanistan, Pakistan, Irak, Libanon, im Sudan und in Somalia gebe es «neue Gefahren, die in der Golf-Region auftreten und ihre Stabilität bedrohen», führte der seit 29 Jahren autoritär regierende Präsident in offensichtlicher Anspielung auf den Iran aus.

Ägypten hatte vergangene Woche einen Besuch des iranischen Aussenministers Manuschehr Mottaki in Teheran verschoben, nachdem Teheran die Unterstützung einiger arabischer Regierungen für die Wiederaufnahme direkter Nahost-Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern scharf kritisiert hatte.

Ägypten ist ein enger Verbündeter der USA und ein wichtiger Akteur in den Nahost-Friedensgesprächen. Das nächste Gespräch zwischen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas soll am 14. und 15. September im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich stattfinden.

Angespannte Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Kairo und Teheran sind angespannt, seit Ägypten den Staat Israel offiziell anerkannte. Seit 1980 sind beide Länder in der Hauptstadt des jeweils anderen Staates nur mit Interessenvertretungen diplomatisch vertreten.

Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hatte die Nahost-Friedensverhandlungen am Freitag als «Totgeburt» bezeichnet. Zugleich sprach er Abbas das Recht ab, für die Palästinenser zu sprechen.

Am Sonntag drohte Ahmadinedschad erneut, jeglicher Angriff auf sein Land werde die «Zerstörung» Israels zur Folge haben. Der Westen verdächtigt Teheran, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Daher schliessen Israel und auch die USA einen militärischen Angriff auf den Iran grundsätzlich nicht aus.

(asu/sda)

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