Besuch aus Syrien in Bern bittet um Hilfe
Präsident des syrischen Nationalrats in der Schweiz
publiziert: Montag, 27. Aug 2012 / 23:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Aug 2012 / 00:20 Uhr
Abdulbaset Sieda lebt in Schweden im Exil.
Abdulbaset Sieda lebt in Schweden im Exil.

Bern/Thun - Der Präsident des syrischen Nationalrats (SNC) hat am Montag die Schweiz besucht. Dabei bat Abdulbaset Sieda um Hilfe für die syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge und machte sich für eine Flugverbotszone über Syrien stark.

6 Meldungen im Zusammenhang
Sieda traf sich in Bern mit dem Staatssekretär des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Yves Rossier. Rossier informierte Sieda über die Schweizer Schwerpunkte im Syrien-Konflikt.

Dazu gehöre eine allseitig ausgehandelte politische Lösung, welche die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtige, wie EDA-Sprecher Pierre-Alain Eltschinger auf Anfrage zum Gesprächsinhalt erklärte.

Die Schweiz werde ihren Teil dazu beitragen, versprach Rossier seinem syrischen Gast. Dazu zählte der EDA-Staatssekretär die Förderung des Völkerrechts, den Kampf gegen Straflosigkeit, die humanitäre Hilfe und die Schweizer Unterstützung der internationalen Vermittlungsbemühungen.

In einem Interview mit AWP/Keystone Video appellierte Sieda an die internationale Gemeinschaft. «Wir bitten um Hilfe für die Flüchtlinge in der Türkei, in Kurdistan, in Jordanien und Libanon», sagte er.

Humanitäre Hilfe allein reiche aber nicht, um das Blutvergiessen in Syrien zu beenden. Sieda forderte ein Flugverbot über Syrien und «falls nötig» internationale Soldaten.

Gelder blockiert lassen

Je stärker die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft ausfalle, desto tiefer sei der «Preis», den das syrische Volk bezahle, sagte der Präsident der wichtigsten syrischen Oppositionsgruppe im Ausland.

Angesprochen auf die in der Schweiz blockierten Gelder des Clans des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, sagte Sieda, man habe nicht die Absicht, «sofort» eine Deblockierung der Gelder zu verlangen, die dem syrischen Volk gehörten. Die Schweiz solle die Gelder blockiert lassen, bis ein «neues, demokratisches Syrien» bestehe.

Freund brachte Sieda in die Schweiz

Sieda ist Kurde und studierter Philosoph. Er lebt in Schweden im Exil. Der SNC-Präsident war auf Vermittlung eines in der Schweiz lebenden Syrers in die Schweiz gekommen.

An der Medienkonferenz sagte Sieda, das Assad-Regime sei "in den letzten Zügen", wann aber "die Stunde Null" komme, wisse niemand.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf/Damaskus - Der Präsident des Internationalen Komitees vom ... mehr lesen 1
Maurer weilt seit Montag für einen dreitägigen Besuch in Syrien. (Archivbild)
Präsident Baschar al-Assad spottete über die Flucht von Führungskräften.
Damaskus - Fast anderthalb Jahre nach dem Beginn des Syrien-Konflikts rechnet ... mehr lesen
Paris - Frankreich erhöht den Druck auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad: Präsident François Hollande rief die ... mehr lesen
François Hollande warnte die syrische Regierung vor einem Einsatz von chemischen Waffen.
Damaskus - Nach Gerüchten über einen Fluchtversuch ist der syrische Vizepräsident Faruk al-Scharaa erstmals seit mehr ... mehr lesen
Faruk al-Scharaa.
Weitere Artikel im Zusammenhang
«Assads Armee hat in Daraja ein Massaker angerichtet.»
Amman - In der südwestlich von Damaskus gelegenen Stadt Daraja sind nach Darstellung syrischer Oppositioneller mehr als ... mehr lesen
Das Flüchtlingslager wurde Ziel eines doppelten ...
Tat in Flüchtlingslager  Maiduguri - Bei einem Anschlag in einem Flüchtlingscamp in Nigeria sind Dutzende Menschen getötet worden. Der doppelte Selbstmordanschlag wurde am Dienstag im Lager Dikwa verübt, in dem Menschen vor der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram Zuflucht suchen. 
Regierungspläne begrüsst  Paris - Die französische Nationalversammlung hat die nach den Pariser Anschlägen vom ...  
Die Nationalversammlung spricht sich für die Verfassungsreform aus.
Pass-Entzug für Terroristen in Frankreich Paris - Verurteilte Terroristen sollen in Frankreich künftig die Staatsbürgerschaft verlieren können. Die ... 1
Die Mehrheit der Nationalversammlung ist für die Verfassungsänderung.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Geht... der Flüchtlingszustrom so weiter, steht ganz Europa bald vor dem ... gestern 10:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Frankreichs... Bevölkerung ist durch Einwanderung, speziell in den 50er und 60er ... gestern 09:47
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Wahlen H. Clinton hat bisher immer darauf gesetzt, nach der Prämisse "Geht es ... Di, 09.02.16 13:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Die... NGOs können auch mit diesem Gesetzt weiterhin Unwahrheiten über Israel ... Di, 09.02.16 13:19
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Weder... Russland noch der Westen ist aus moralischen Gründen in Syrien ... Mo, 08.02.16 16:26
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Die... Aufnahme syrischer Flüchtlinge, solange dies Menschen sind die vom ... Mo, 08.02.16 13:54
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3721
    Aus... den Verlautbarungen aus GR kann man bereits heraushören, was zu ... Mo, 08.02.16 10:48
  • Midas aus Dubai 3761
    Reisen bildet Tja, das ist halt die Birkenstock-Toscana-Fraktion. Da kommt man mit ... Mo, 08.02.16 04:33
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich -2°C -2°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel -2°C -1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen -1°C 1°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 2°C 4°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 3°C 5°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 3°C 10°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten