Präsidenten-Eid in Chile von neuen Beben überschattet
publiziert: Donnerstag, 11. Mrz 2010 / 16:33 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Mrz 2010 / 19:26 Uhr

Santiago - Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Chile haben heftige Nachbeben das südamerikanische Land erschüttert. Die Erde bebte gut eine halbe Stunde vor der Amtseinführung des neuen chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera.

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Der heftigst Erdstoss erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte die Stärke 7,2. Das Epizentrum lag 150 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago. Den Angaben zufolge bebte die Erde gegen 11.40 Uhr Ortszeit gut eine Minute lang. Zwei kürzere und schwächere Nachbeben folgten.

Die Marine gab eine Tsunami-Warnung heraus. Bewohner küstennaher Orte wurden aufgefordert, sich sofort in höher gelegene Gebiete zu begeben. Über mögliche neue Opfer oder Schäden gab gibt es bis anhin keine Angaben. Die Beben lösten in Teilen des Landes Panik aus.

Besorgte Stimmung

Trotz des Bebens wurde Piñera in der Hafenstadt Valparaíso wie geplant vereidigt. Auch dort waren die Erschütterungen zu spüren. Die versammelten Würdenträger machten einen nervösen Eindruck, als das Bauwerk erzitterte. Das Parlamentsgebäude wurde unmittelbar darauf wegen der Tsunami-Warnung geräumt.

Mit besorgten Gesichtern und nervös lachend schauten viele Menschen auf die Kronleuchter, die an der Decke des Parlamentssaales schwankten. Auch in den Fernsehstudios sahen sich die Nachrichtensprecher besorgt um, als das Bild zu wackeln begann. Im weiter südlich gelegenen Katastrophengebiet stürzten tausende Menschen ins Freie.

Präsident zeigt keine Nerven

Perus Präsident Alan García zeigte sich jedoch nervenstark: «Wir wollen ja nichts dramatisieren. Das war ein Erdstoss. So etwas haben wir in Lima dauernd», sagte er auf der Freitreppe vor dem Parlament. Anschliessend ging er in das Gebäude.

Der rechtsgerichte Milliardär Piñera folgt auf die sozialistische Präsidentin Michelle Bachelet, die laut Verfassung nicht wieder kandidieren durfte. Drängendste Aufgabe dürfte für ihn zunächst die Bewältigung der Folgen des schweren Erdbebens von Ende Februar sein.

(bert/sda)

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