Reaktion auf Massenproteste in Brasilien
Präsidentin Rousseff verspricht Kampf gegen Korruption
publiziert: Samstag, 22. Jun 2013 / 08:36 Uhr
Dilma Rousseff, Präsidentin Brasilien
Dilma Rousseff, Präsidentin Brasilien

Brasília - Als Reaktion auf die anhaltenden Massenproteste in ihrem Land hat Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff einen «grossen Pakt» zur Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen angekündigt. Ausserdem müsse viel mehr gegen die Korruption unternommen werden, sagte sie.

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Es solle ein Plan zu Verbesserung des öffentlichen Transportwesens entwickelt, mehr Geld aus den Öleinnahmen in die Bildung investiert und Ärzte aus dem Ausland nach Brasilien geholt werden, sagte die Staatschefin am Freitagabend in einer landesweit übertragenen TV-Ansprache.

Gewalt verurteilt

Rousseff würdigte die friedlichen Proteste im Land, verurteilte aber die Gewalt und die Randale einer Minderheit, die versuchten, Chaos in die Städte zu tragen. Diese Ausschreitungen könne die Regierung nicht akzeptieren.

Die friedlichen Proteste zeigten hingegen «die Kraft unserer Demokratie und den Wunsch der Jugend, dass Brasilien vorankommt». Zur Bekämpfung der Korruption sei vor allem Transparenz wichtig. Rousseff kündigte an, für den Pakt, Gouverneure, Bürgermeister und die Anführer der friedlichen Protestgruppen zusammenzurufen.

Zugleich verwies sie auf die Chance der Fussball-WM 2014. Brasilien sei fünffacher Weltmeister und immer gut empfangen worden. Auch Brasilien müsse seinen Gästen einen grosszügigen Empfang bereiten: «Respekt, Warmherzigkeit und Freude - so müssen wir unsere Gäste behandeln. Brasilien wird eine grossartige WM ausrichten.»

Dringlichkeitssitzung nach Massenprotesten

Rousseff äusserte sich nach einer Dringlichkeitssitzung mit ihren wichtigsten Mitarbeitern in Brasília. Am Vortag waren mehr als eine Millionen Menschen in mehr als hundert Städten zum Protestieren auf die Strasse gegangen.

Die Sozialproteste begannen vor mehr als einer Woche und haben das Land in die Krise gestürzt. Staatschefin Rousseff hatte angesichts des Millionenprotests eine für Ende des Monats geplante Reise nach Japan abgesagt.

(asu/sda)

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