Präsidiumsfrage der Grünen im Licht der Gleichstellung
publiziert: Sonntag, 17. Feb 2008 / 09:41 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 17. Feb 2008 / 10:04 Uhr

Bern - Franziska Teuscher hält sich im Duell mit Ueli Leuenberger um das Präsidium der Grünen alle Möglichkeiten offen. Die Berner Nationalrätin erwägt, auch dann zu kandidieren, wenn die Partei ein Einer-Präsidium favorisiert.

Nationalrätin der Grünen Franziska Teuscher: Ein männliches Einer-Präsidium nach 25-jährigen Einsatz für die Gleichstellung?
Nationalrätin der Grünen Franziska Teuscher: Ein männliches Einer-Präsidium nach 25-jährigen Einsatz für die Gleichstellung?
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Teuscher und Leuenberger, die beiden Kandidierenden für die Nachfolge von Ruth Genner, sind sich über die künftige Gestaltung des Präsidiums uneins. Während Leuenberger ein Einer-Präsidium vorzieht, plädiert Teuscher für ein Co-Präsidium. Beide Varianten werden derzeit parteiintern geprüft.

Wenn der Wahlausschuss danach ein Einer-Präsidium favorisiere, werde sie sich überlegen, dafür zu kandidieren, sagte Teuscher in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag». Namhafte Exponenten der Berner Grünen hätten sie dazu aufgefordert.

Skeptisch steht Teuscher einem männlichen Einer-Präsidium gegenüber: Es könne nicht sein, dass die Grünen, die sich seit 25 Jahren für die Gleichstellung einsetzten, von einem Mann alleine geleitet würden.

Entscheide sich der Wahlausschuss für ein Co-Präsidium sei Leuenberger ihr Wunschpartner dafür, sagte Teuscher weiter. Sie verneinte weiter, dass es bei den Grünen eine kleine Frauengruppe gebe, die Leuenberger verhindern wolle, wie dieser kritisiert hatte. Davon habe sie keine Kenntnis.

(dl/sda)

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