Pranger krallt sich ersten Sieg
publiziert: Sonntag, 23. Jan 2005 / 14:45 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Jan 2005 / 16:06 Uhr

Der Österreicher Manfred Pranger hat den Slalom in Kitzbühel gewonnen und so seinen ersten Weltcup-Sieg realisiert. Silvan Zurbriggen schied im zweiten Lauf aus.

Manfred Pranger hat lange auf diesen ersten Weltcup-Sieg warten müssen.
Manfred Pranger hat lange auf diesen ersten Weltcup-Sieg warten müssen.
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Zurbriggen hatte nach dem ersten Lauf auf Platz 14, aber nur eine gute Sekunde hinter dem führenden Manfred Pranger gelegen und hätte es in der Hand gehabt, wie in den beiden Vorjahren in Kitzbühel ein Top-Ergebnis abzuliefern.

Vor zwei Jahren war er am Ganslern-Hang Siebenter, vor zwölf Monaten Fünfter geworden. Diesmal musste der Walliser seine Ambitionen mit einem Sturz im zweiten Durchgang begraben.

Der einzige Schweizer

Zurbriggen war wieder einmal der einzige Schweizer, der das Finale erreicht hatte. Urs Imboden (36.), Didier Défago (40.) und Daniel Albrecht (43.) verpassten die Qualifikation.

Das Trio befand sich damit in prominenter Gesellschaft. Weltcup-Leader Bode Miller (35.) verpatzte abermals einen Auftritt im Slalom.

Überfälliger Sieg

Der erste Sieg für Manfred Pranger war längst überfällig. Einmal, vor einem Jahr in Flachau, war er schon Zweiter und dazu viermal Dritter geworden. Dazu hatte er schon in vier Slaloms nach dem ersten Lauf in Führung gelegen - und war immer gescheitert.

Im Dezember 2003 und in Sestriere im vergangenen März war er immerhin noch Dritter geworden, in Adelboden (Januar 2004) und Kranjska Gora (Februar 2004) war er im zweiten Durchgang jeweils ausgeschieden.

Prangers Erleichterung

"Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, ausgerechnet hier in Kitzbühel zu gewinnen. So hatte ich es mir immer in den Träumen vorgestellt."

"Doch in Wirklichkeit ist alles noch viel schöner", sagte der für seine "spezielle" Startvorbereitung bekannte Tiroler, der sich mit seinem Triumph gleich selber ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gemacht hat. Am Dienstag, 25. Januar, wird Pranger 27 Jahre alt.

Hinter Pranger reihten sich die letzten beiden Weltmeister ein. Mario Matt, der Goldmedaillengewinner von 2001, belegte Platz 2, dessen Nachfolger Ivica Kostelic Platz 3.

Kosteliv wieder spitze

Der Kroate verhinderte einen Dreifach-Erfolg der ÖSV-Fahrer; hinter ihm wurde Rainer Schönfelder, der Slalom-Weltcupsieger des letzten Winters, Vierter.

Kalle Palander, der die letzten zwei Slaloms in Kitzbühel für sich entschieden und nach dem ersten Lauf Dritter war, rutschte in der Gesamtwertung auf Platz 15 ab.

Kurz war der Auftritt von Giorgio Rocca. Der Italiener, der in diesem Winter die Slaloms in Flachau und Chamonix gewonnen hat, schied schon nach wenigen Toren aus und musste sich seinen zweiten Nuller hintereinander gefallen lassen. Schon am letzten Sonntag in Wengen hatte er im zweiten Lauf eingefädelt und war nachträglich disqualifiziert worden.

Schlussrangliste:
1. Manfred Pranger (Ö) 1:31,51. 2. Mario Matt (Ö) 0,12 zurück. 3. Ivica Kostelic (Kro) 0,24. 4. Rainer Schönfelder (Ö) 0,33. 5. Thomas Grandi (Ka) 0,65. 6. Manfred Mölgg (It) 0,91. 7. Pierrick Bourgeat (Fr) 0,99. 8. Benjamin Raich (Ö) 1,07. 9. Markus Larsson (Sd) 1,11. 10. Alois Vogl (De) 1,15. 11. Patrick Thaler (It) 1,23. 12. Ted Ligety (USA) 1,29. 13. Jean-Pierre Vidal (Fr) 1,32. 14. Kilian Albrecht (Ö) 1,40. 15. Kalle Palander (Fi) 1,52. -- Ausgeschieden u.a.: Silvan Zurbriggen (Sz). -- Nicht im zweiten Lauf: 35. Bode Miller (USA). 36. Urs Imboden (Sz). 40. Didier Défago (Sz). 43. Daniel Albrecht (Sz).

‹b›FIS-Audi-Weltcup.‹/b›‹br› Gesamtwertung (nach 23 von 36 Prüfungen): 1. Bode Miller (USA) 1048. 2. Benjamin Raich (Ö) 882. 3. Michael Walchhofer (Ö) 641. 4. Hermann Maier (Ö) 630. 5. Daron Rahlves (USA) 436. 6. Lasse Kjus (No) 425. 7. Thomas Grandi (Ka) 397. 8. Didier Cuche (Sz) 395. 9. Johann Grugger (Ö) 386. 10. Kalle Palander (Fi) 382. 11. Didier Défago (Sz) 332. 12. Rainer Schönfelder (Ö) 324. 13. Marco Büchel (Lie) 296. 14. Giorgio Rocca (It) 291. 15. Manfred Pranger (Ö) 278.‹p› 16. Christoph Gruber (Ö) 276. 17. Bruno Kernen (Sz) 271. 18. Massimiliano Blardone (It) 266. 19. Fritz Strobl (Ö) 251. 20. Aksel Lund Svindal (No) 245. 21. Silvan Zurbriggen (Sz) 243. 22. Hans Knauss (Ö) 242. 23. Alois Vogl (De) 230. 24. Manfred Mölgg (It) 223. 25. Ivica Kostelic (Kro) 221. 26. Stephan Görgl (Ö) 220. 27. Werner Franz (Ö) 212. 28. Mario Scheiber (Ö) 206. 29. Kjetil André Aamodt (No) und Antoine Dénériaz (Fr) 196. Ferner: 40. Jürg Grünenfelder und Ambrosi Hoffmann 139. 45. Daniel Albrecht 124. 58. Tobias Grünenfelder 74. 82. Paul Accola 38. 86. Marc Berthod 36. 100. Konrad Hari 22. 134. Daniel Züger 5.‹p› Slalom (nach 6 von 9 Rennen): 1. Benjamin Raich (Ö) 362. 2. Giorgio Rocca (It) 280. 3. Manfred Pranger (Ö) 278. 4. Rainer Schönfelder (Ö) 248. 5. Alois Vogl (De) 230. 6. Ivica Kostelic (Kro) 221. 7. Mario Matt (Ö) 194. 8. Kalle Palander (Fi) 176. 9. Silvan Zurbriggen (Sz) 159. 10. Markus Larsson (Sd) und Manfred Mölgg (It) 146. - Ferner: 28. Daniel Albrecht 50.‹p›

(bsk/Si)

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