Pranger siegt zum Geburtstag
publiziert: Dienstag, 25. Jan 2005 / 22:42 Uhr

Zwei Tage nach seinem ersten Sieg in Kitzbühel hat Manfred Pranger nachgedoppelt. Der Tiroler gewann auch den Weltcup-Slalom in Schladming. Der am Rücken lädierte Silvan Zurbriggen belegte Platz 20.

Pranger machte sich das schönste Geburtstagsgeschenk gleich selber.
Pranger machte sich das schönste Geburtstagsgeschenk gleich selber.
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Vor 42 000 Zuschauern an der Planai machte sich Pranger mit seinem neuerlichen Erfolg das schönste Geburtstagsgeschenk gleich selber. Der Österreicher wurde am Tag des letzten Rennens vor der WM 27-jährig. Benjamin Raich, der seinen vierten Triumph in Schladming um vier Hundertstel verpasste, machte den ÖSV-Doppelsieg perfekt.

Mit Laufbestzeit stiess der Schwede André Myhrer vom 22. auf den 3. Platz vor und sicherte sich seinen ersten Podestplatz im Weltcup. Der 21-Jährige hatte sein Talent schon im vergangenen Winter aufgezeigt, als er mit hohen Nummern zweimal unter die besten 15 gefahren war. In diesem Winter hatte er im Slalom in Beaver Creek für Aufsehen gesorgt, als er mit der "56" Fünfter geworden war.

Der nach dem ersten Lauf führende Italiener Giorgio Rocca rutschte kurz vor dem Ziel aus, stieg zurück und musste sich mit dem 21. Rang zufrieden geben.

Zurbriggen 20.

Die Ausrede, nicht fit ins Rennen gegangen zu sein, wollte Zurbriggen nicht gelten lassen. "Den Rücken habe ich beim Fahren sicher gespürt. Aber im ersten Lauf bin ich auch schlecht gefahren", sagte der Walliser.

Die Rückenschmerzen rühren vom Sturz am vergangenen Sonntag im zweiten Slalom-Lauf in Kitzbühel her. Um die Beschwerden zu lindern, war Zurbriggen am Montag zur Therapie nach Innsbruck gereist und hatte deshalb nicht an der Startnummernauslosung teilgenommen.

Nur ein Schweizer im 2. Lauf

Zurbriggen war wieder einmal der einzige Schweizer im zweiten Lauf. Daniel Albrecht, der bei der Zwischenzeit nur eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit Roccas zurücklag, schied wie Michael Weyermann und Marc Gini aus.

Der jüngere Bruder der früheren Weltklasse-Läuferin Anita Weyermann und der Bündner aus Bivio müssen somit weiter auf ihre erste Teilnahme an einem entscheidenden Durchgang warten. Gini, der sich mit den Rängen 3 und 4 in zwei Europacup-Slaloms für eine WM-Selektion ins Gespräch gebracht hatte, war in diesem Winter schon bei seinen drei voran gegangenen Auftritten im Weltcup nicht ins Ziel gekommen.

Fehlerhafte Zeitmessung

Die Zeiten im ersten Lauf von Rocca und Pranger, die mit den Nummern 1 und 2 gestartet waren, wurden nachträglich korrigiert. Die Jury hatte festgestellt, dass bei den beiden die Zeitmessung im Ziel zu früh ausgelöst worden war.

Rocca wurden fünf Zehntel dazu geschlagen, Pranger 59 Hundertstel. Der Italiener blieb nach halbem Pensum gleichwohl in Führung, der Tiroler fiel in den 4. Zwischenrang zurück. Ein Protest der Italiener gegen den Entscheid wurde abgewiesen.

Resultate
1. Manfred Pranger (Ö) 1:47,13. 2. Benjamin Raich (Ö) 0,04 zurück. 3. Andre Myhrer (Sd) 0,24. 4. Rainer Schönfelder (Ö) 0,31. 5. Jean-Pierre Vidal (Fr) 0,44. 6. Johan Brolenius (Sd) 0,51. 7. Manfred Mölgg (It) 0,66. 8. Thomas Grandi (Ka) 0,68. 9. Michael Janyk (Ka) 0,70. 10. Kilian Albrecht (Ö) 1,02.

11. Jean-Philippe Roy (Ka) 1,12. 12. Pierrick Bourgeat (Fr) 1,25. 13. Truls Ove Karlsen (No) 1,29. 14. Kentaro Minagawa (Jap) 1,40. 15. Jure Kosir (Sln) 1,42. Ferner: 20. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,46. 21. Giorgio Rocca (It) 3,87.

Ausgeschieden u.a.: Mario Matt (Ö), Markus Larsson (Sd), Ivica Kostelic (Kro), Bode Miller (USA).

(bert/Si)

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