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Pressekritik nach Nein zum Umwandlungssatz
publiziert: Montag, 8. Mrz 2010 / 08:09 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Mrz 2010 / 13:12 Uhr

Bern - Mit dem wuchtigen Nein zum BVG-Umwandlungssatz haben Bundesrat und Parlament vom Volk einen Denkzettel erhalten. Sie müssen nun die Lehren für die Zukunft ziehen: Darin sind sich die Zeitungskommentatoren einig. Einen Grund für das klare Nein sehen sie in den Begleitumständen.

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Bundesrat Didier Burkhalter will den Entscheid als als Ausgangspunkt für eine öffentliche Debatte nutzen.
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«Mitgespielt hat die Verunsicherung über die Wirtschaftslage im Allgemeinen, ebenso der Ärger über Abzocker und Boni-Bezieher im Besonderen. In diesem Umfeld war die Bevölkerung nicht bereit, Sozialabbau zu akzeptieren», schreibt die Kommentatorin der «Neuen Luzerner Zeitung».

«Den Stimmbürgern ging es um mehr als um eine ökonomische Rechnung. Es ging darum, dass wieder der kleine Mann hätte bluten müssen», schreibt die «Aargauer Zeitung». «Die Botschaft: Wir büssen nicht nicht mit unseren Renten für die Misswirtschaft von Managern und Abzockern», ergänzt die «Basler Zeitung».

Tiefes Unbehagen

Das deutliche Nein sei Ausdruck des tiefen Unbehagens in der Bevölkerung seit dem UBS-Debakel in den USA, der Rettungsaktion des Bundes und der darauf folgenden Wirtschaftskrise, analysiert die Westschweizer Zeitung «Le Matin».

Die «Berner Zeitung» sieht das Problem beim Vertrauen: «Ein System, das kaum verständlich ist, kann nicht transparent sein. Einem System, das nicht transparent ist, kann man kein Vertrauen schenken, Und wenn man kein Vertrauen hat, sagt man an der Urne Nein. Selber schuld.»

Das Abstimmungsresultat zeige der Politik auf, wie schwierig die künftigen Rentenreformen werden, schreibt der «Tages-Anzeiger». «Eine rein technische Begründung von Rentenkürzungen reicht nicht.» Absturzgefährdet sei auch die laufende AHV-Revision, die das Parlament als reine Sparvorlage plane.

(tri/sda)

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klare Vorgaben an die Versicherer
Schon wieder wird unser Appenzeller Bundesrat als schwarzes Schaf hingestellt. Müsste sich nicht auch die Präsidentin der Subkommission BVG fragen, weshalb sie sich angeblich vom Finanzminister täuschen liess? http://bazonline.ch/schweiz/standard/So-schenkte-die-Politik-den-Versi.... Das Parlament hat es nun aufgrund des klaren Volksentscheids in der Hand, diese 10-Prozent-Regelung klar zu definieren. Für mich stellt sich zudem die Frage, ob die BVG-Kapitalien nicht besser in eine Nonprofit Organisation zu überführen sind, damit das Argument der zu bedienenden Aktionöre wegfällt?
prinzipiell
Naja so gesehen haben Sie nicht unrecht.
Verstehe ich da etwas falsch Pseudonym?
Sie reden von Wahlfreiheit - Ich kann und konnte ja nie auswählen, bei welcher PK-Kasse ich versichert sein möchte! Oder irre ich mich da und müsste nochmals halt von vorne anfangen ...?

Nebenfrage: Wie reich muss man sein, dass man so reden kann, wie Sie, Pseudonym? Nochmals, belehren Sie mich, wenn ich mit meinem Gedankengang in die Irre gehe ...
Jaaaa, lieber Pseudonym aus Zürich ...
Profitieren denn SIE davon, dass wir eine vierstellige Zahl an Kassen und Kässeli kennen?
Man könnte diese Sache, die PK, ja einheitlich regeln ...! Oder was steht dagegen? Erfahrungen hat man nun sicher genug, um ein Einheitsreglement auf die Beine zu stellen, das wie die AHV Inkasso, Anlagen und PK-Auszahlungen tätiigt!

Ich möchte wirklich einmal genaue Zahlen sehen.

So eine kleine Rechnung für heute: Aufwand und Ertrag!
Und für morgen für eine Einheits-PK und seriöse Prognose Aufwand und Ertrag!

Wetten, welche Variante effizienter und kostengünstiger arbeitet und bei welcher Variante höhere Renten resultieren?!

Meine heutige PK-Rente ist, gemessen an dem, was ich verdient hatte, klein. Mit der AHV zusammen gehts gerade! Das ist schlicht zuwenig! Nicht nur für mich ... Wer weniger verdient hatte, da frage ich mich, wie diese Menschen, wenn wir nur schon die heutigen Mieten von Wohnungen anschauen mit so wenig noch anständig leben können!
Das heutige System klemmt an allen Ecken und Enden - für die Reichen nicht, denn diese haben genügend privates Geld und erhalten z.B. trotzdem noch AHV-Rente - CH-Idiotie pur!
prinzipiell
ja! wenn sie meine posts verfolgen, bemerken sie sicher meine einstellung zu diesem thema und ich bin durchaus dafür, dass möglichst wenig automatisiert und globalisiert wird.
bei diesem thema seh ich das ganze anders, da es nicht um die herstellung eines mehrwertes geht, sondern allein um eine verteilung von geld, das gar nicht diesen firmen gehört. es ist zudem so, dass sehr viele mitarbeitende und kundenbetreuer sowieso weiterbenötigt würden, nicht aber das mehrfache an führungs-, teppichetagen und verwaltungsratskonglomeraten mit einsitz in politik und lobbyorganisationen.

etwas anders würde es für mich aussehen, wenn ich wie gesagt die pensionskasse ebenso frei aussuchen und wechseln könnte wie meine bank. dann wäre die vielfalt von anbietern ja auch sinnvoll und es würde marktwirtschaft auch in diesem sektor vorhanden sein.
Kässeli
Tausende Kässeli,tausende Arbeitsplätze. Das ist eben der Preis dafür, das Andere auch was zum Leben haben. Dafür opfern Sie doch sicher auch gerne ein wenig Wahlfreiheit. Also ich tus gerne. Man darf nicht nur eigenützig denken.
muss ja nicht...
oh pseudonym... ich will nicht ALLES verstaatlichen! nur was sinn macht... das klumpenrisiko einer grossen privaten pensionskasse für alle ist einfach gefährlich, darum wäre hier die staatliche aufsicht und unterstellung nötig. ansonsten könnte es auch privat gelöst sein. aber wirklich sinn machen die tausend privaten kässelis ja nicht. das sehen wir auch bei den krankenkassen. jede kostet für ihre verwaltung unsummen geld und jede hat ihr management, welches unsummen für sich rausnimmt und ihre verwaltungsräte, welche ebenfalls die hohle hand machen. dies alles ist überproportional mehr, als wenn es gemeinschaftlich organisiert wäre.

ausserdem müssen sie mir noch erklären, wo ich als arbeitnehmer die freiheit bei der wahl meiner pensionskasse habe.... also ich bin gerne offen für ihren vorschlag... aber soviel ich weiss kann ich nicht zu einer anderen mir sympatischeren pensionskasse wechseln und meinem arbeitgeber mitteilen, er solle dann bitte inskünftig meine beiträge woanders hin vergüten. also habe ich faktisch keine wahlfreiheit und somit spielt eben auch der markt nicht wirklich!
Staatlich?
Aber bitte lieber Solaris aus Zeglingen, lassen Sie uns BürgerInen doch noch etwas Freiheit. Am Schluss ist alles verstaatlicht und der Bürger wird komplett entmündigt wie damals in der DDR. Also wirklich,,nein Danke. Der Staat darf nicht überall seine Finger drinn haben.
gemeinschaftskasse
wann kommt sie endlich auf den tisch.... wie lange dauert das noch? die staatlich organisierte einheits-pensionskasse à la ahv?

es ist ja unglaublich, wieviele versicherungs- und finanzgesellschaften sich darin versuchen, etwas rendite (für sich und natürlich auch ein bisschen für die versicherten) aus der ihnen anvertrauten kohle zu erwirtschaften! und jede dieser pensionskassen hat ihre eigene verwaltungsstruktur und damit sind tausendfache doppelspurigkeiten vorhanden. was allein dies uns versicherten kostet, dürfte dann endlich mal ausgerechnet werden bitteschön.

wir haben es schon vertan bei den krankenkassen.. auch hier geht dasselbe spiel munter weiter und der schweizer stimmbürger hat es sogar abgesegnet. hat ja gesagt, dass er weiterhin mit millionen von franken die werbejagd der krankenkassen untereinander unterstützen will... die x-fach-spurigkeiten in vertrieb und verwaltung... anstatt dass gerade solche dinge wie kranken- und pensionskassen möglichst einfach und möglichst zentral verwaltet würden. meine güte... konkurrenz ist ja gut und recht... aber was bringt uns das denn WIRKLICH?
und bei den pensionskassen... wo ist denn da der nutzen der konkurrenz am markt? kann ich als arbeitgeber die pensionskasse wechseln, wenn ich mich bei einer kasse unwohl fühle? nein.... auf gedeih und verderb bin ich diesen finanzmolochen ausgeliefert.

ich wünsche mir, das das pensionskassengeld ebenfalls durch die ahv-verwaltung (separate kassenbücher natürlich) verwaltet wird. allfälliger gewinn aus diesen altersvorsorgegeldern wäre dann erst noch im staat erhalten und würde nicht privatisiert wir heute bei den unzähligen versicherungslösungen...
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Neu im St. Galler Regierungsrat: Martin Klöti.
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