Presserat zur Autorisierung von Zitaten
publiziert: Dienstag, 15. Feb 2005 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Feb 2005 / 14:36 Uhr

Interlaken - Befragte dürfen darauf vertrauen, dass ihnen Journalisten alle zur Publikation vorgesehenen Aussagen zur Autorisierung vorlegen. Aus diesem Grund hat der Presserat eine Beschwerde gegen die NZZ am Sonntag teilweise gutgeheissen.

Alle für die Veröffentlichung vorgesehenen Zitate müssen zur Autorisierung vorgelegt werden.
Alle für die Veröffentlichung vorgesehenen Zitate müssen zur Autorisierung vorgelegt werden.
1 Meldung im Zusammenhang
Im Mai 2004 hatte die NZZ am Sonntag unter dem Titel Glaube und Garderobe einen Artikel zur Kopftuchdebatte veröffentlicht. Der Bericht formulierte im Lead die These, strenggläubige Muslime verlangten von ihren Frauen auch in der Schweiz, dass sie das Kopftuch tragen oder sich verschleiern.

Ein muslimisches Ehepaar, das im Bericht mehrfach zitiert und abgebildet wurde, beschwerte sich beim Presserat, die Redaktion habe nicht sämtliche veröffentlichten Zitate zur Autorisierung vorgelegt. Zudem habe die Autorin die geplante Stossrichtung des Artikels verschwiegen.

Berufsethik

Der Presserat kam zum Schluss, die Autorin habe dem Ehepaar das Thema des geplanten Artikels genügend offenbart. Hingegen wäre sie berufsethisch verpflichtet gewesen, nicht nur einen Teil, sondern sämtliche zur Publikation vorgesehene Zitate vor der Publikation zur Autorisierung zu unterbreiten.

Bemängelt wird auch, das die NZZ am Sonntag mit der Kombination von Bild, Bildlegende und Lead des Artikels bei der Leserschaft den unzutreffenden Eindruck erweckte, die Ehefrau trage das Kopftuch, weil ihr Ehemann dies von ihr verlange.

(fest/sda)

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