Presseschau: «Der Grosse Preis der Gerechtigkeit?»
publiziert: Freitag, 14. Sep 2007 / 15:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Sep 2007 / 17:32 Uhr

Die Internationale und die Schweizer Presse sehen teilweise Probleme mit dem Urteil gegen McLaren-Mercedes. Bevorteilung?

McLaren-Mercedes wurde von der FIA verdonnert, 100 Mio. Dollar Strafe zu zahlen.
McLaren-Mercedes wurde von der FIA verdonnert, 100 Mio. Dollar Strafe zu zahlen.
9 Meldungen im Zusammenhang
Tuttosport (It):
«Dieses Urteil ist eine Farce. McLaren nur in der Konstrukteurs-WM bestraft. So schlägt die FIA noch unseren Fussball-Skandal.»

Corriere della Sera (It):
«MaLaren bestraft, die Piloten sind gerettet. Das ist eine Justiz mit doppelter Heuchelei! Ein schwarzer Tag für den Sport und jeden, der glaubt, in der Formel 1 gebe es noch eine Ethik. Etwas Schlechteres hätte sich die FIA nicht ausdenken können. Man wollte das Image der Formel 1 und die laufende WM retten, deshalb hat man nur das Team bestraft. So aber wird keine Gerechtigkeit erzielt. Diejenigen, die die Formel 1 regieren, denken nur ans Geld.»

La Repubblica (It):
«Schwere Strafe: Die McLaren-Spione bekommen keinen Konstrukteurs-WM-Titel. Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Was für ein Chaos für 2008. So wird es nie enden. Das Urteil lautet: Ihr habt betrogen, also habt ihr keinen Sieg verdient.»

La Gazzetta dello Sport (It):
«McLaren - schuldig! Ein hartes, aber kein sehr hartes Urteil. Aber schon ab heute können wir in Spa sauberere Luft in der Formel 1 atmen. Ferrari holt sich den Konstrukteurstitel.»

El Pais (Sp):
«McLaren mit aller Härte bestraft. Der Rennstall verhütet das Schlimmste. Die höchste Busse in der Geschichte der FIA könnte finanzielle Auswirkungen auf die Zukunft des Formel-1-Teams haben.»

ABC (Sp):
«Die FIA spricht Alonso und Hamilton frei. McLaren wird 2008 unter ständiger Beobachtung stehen, ob es aus den Informationen von Ferrari Nutzen zieht. Dann wird eine nächste Sanktion fällig.»

Marca (Sp):
«Riesenstrafe für die ´Freunde´ von Fernando Alonso. Letztendlich ist das eingetreten, was alle erwarteten, was logisch erschien und was alle zufriedenstellt. Es gibt weder Sieger noch Besiegte. Der Gerechtigkeit ist Genüge getan worden.»

As (Sp):
«Alonso ist gerettet. Für ihn bedeutet das Urteil, dass ihm nun die Tür offen steht, sich seines Vertrages bei McLaren entledigen zu können.

The Guardian (Gb):
»Die FIA-Busse entspricht rund 20 Prozent des Jahresbudgets von McLaren. Der Entscheid kam nach einem turbulenten Tag, bei dem Schlüsselpersonen von McLaren unter schwerem Druck seitens der Rechtsanwälte von Ferrari standen.«

The Independent (Gb):
»Harte Strafe als Ergebnis von Mosleys Streit mit McLaren. Der Rennstall hat die besten Rennwagen und die besten Piloten und wird deshalb die Weltmeisterschaft gewinnen.«

The Times (Gb):
»Trotz der Strafe gegen das Team erhält Hamilton grünes Licht. Der FIA-Entscheid schockte die Welt der Formel 1. Massgebende Leute bezeichnen die Höhe der Busse als Überreaktion.«

The Telegraph (Gb):
»McLarens Ruf hat den schwersten Schlag erhalten. Hamilton entging einem Punkteabzug, der das Ende seines Traums vom Gewinn des WM-Titels in seiner ersten Formel-1-Saison bedeutet hätte.«

Schweizer Presse:

Tagesanzeiger:
«Ein Urteil am Limit» -- Mit dem Urteil hat der FIA-Weltrat versucht, es allen Parteien Recht zu machen. (..) Dieses Manöver am Limit ist gelungen. Somit kann sich GP-Zirkusdirektor Bernie Ecclestone, der im Hintergrund sicherlich die Fäden gezogen hat, doch noch auf ein spannendes Finale in der Fahrer-WM freuen. Und was für den Chefvermarkter der Formel 1 noch wichtiger ist: Die TV-Quoten dürften global auch in den restlichen vier Saisonrennen hoch bleiben.

Blick:
«Mercedes weiter nur der silberne GP-Geldesel?» -- Das Urteil von Paris ist für McLaren-Mercedes brutal. (..) Lassen die Stuttgarter endlich ihre Muskeln spielen oder fühlen sie sich neben dem selbstherrlichen McLaren-Boss Ron Dennis weiter als silberner Geldesel wohl? Der 13. September 2007 und der grosse Imageschaden wären der richtige Zeitpunkt für die Nobelfirma, um zu reagieren, um einen alten Plan zu verwirklichen und McLaren ganz zu kaufen.

Neue Luzerner Zeitung:
«Der Grosse Preis der Gerechtigkeit?» -- Was passiert ist, ist nicht richtig. Trotzdem hat das Urteil einen unangenehmen Beigeschmack. Viele Insider glauben, Ferrari werde von der FIA bevorteilt. (..) Zudem ist die von Mc-Laren-Mercedes zu bezahlende Summe von 100 Millionen Dollar identisch mit jener, welche die FIA vor zwei Jahren an Ferrari überwiesen hat, damit die Scuderia davon absah, eine Konkurrenzserie zur Formel 1 zu gründen.

Der Landbote:
«Die Show muss weitergehen» -- Das scheinbar salomonische Urteil (..) entbehrt nicht der Pikanterie. (..) Ein schaler Nachgeschmack bleibt in jedem Fall. (..) Mehr als einen Etappensieg hat Ferrari mit diesem Urteil nicht errungen. In der Schlussabrechung hat Jean Todt vielleicht eine weitere WM der Konstrukteure gewonnen, mit allen Mitstreitern zusammen aber viel mehr verloren, die Glaubwürdigkeit der Formel 1 und damit wohl bald auch prominente Sponsoren.

(fest/Si)

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