Priester Franz Sabo veröffentlicht Buch
publiziert: Freitag, 31. Mrz 2006 / 08:14 Uhr / aktualisiert: Freitag, 31. Mrz 2006 / 09:58 Uhr

Basel - Der vom Bischof von Basel suspendierte Röschenzer Pfarradministrator Franz Sabo hat ein Buch mit dem Titel «Ich wehre mich» veröffentlicht.

Das Buch wird am Samstag in der Kirche von Röschenz an einer Vernissage vorgestellt.
Das Buch wird am Samstag in der Kirche von Röschenz an einer Vernissage vorgestellt.
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Neues über die Auseinandersetzung zwischen dem Priester und Bischof Kurt Koch ist darin nicht zu erfahren.

Im Buch, das am Samstag in der römisch-katholischen Kirche von Röschenz an einer Vernissage vorgestellt wird, kommt auch Kurt Koch zu Wort: Abgedruckt ist jenes Interview mit dem Bischof von Basel in der «Basler Zeitung» vom 15. Juli 2003, auf das Sabo ebenfalls in der «BaZ» mit einer geharnischten Replik reagierte. Diese ist im Buch ebenfalls nachzulesen.

Kritik an starren Hierarchien

Seither stehen der Priester und die Kirchgemeinde Röschenz mit dem Bischof von Basel in einem Konflikt mit nicht absehbarem Ende. Im Buch, das zudem vorwiegend bereits gehaltene Predigten enthält, kritisiert Sabo erneut die römisch-katholische Kirche mit ihren Hierarchien: Das Papsttum habe die einst synodal strukturierte Kirche in eine «absolutistische Organisation» umgewandelt.

Er wolle dazu beitragen, dass diese Kirche wieder zu einer katholischen, «alle betreffenden» Kirche werde, begründet Sabo den Verbleib in der von ihm so oft kritisierten Institution. Seiner Ansicht nach verhindert Jahrhunderte alter Starrsinn mit allen Mitteln eine menschenfreundliche, zeitgemässe Kirche.

Zeit zur Reformation

Sabo fordert in seinem Buch, dass die Bischöfe nicht mehr vom Papst ernannt, sondern vom Kirchenvolk gewählt werden. Die Bischöfe sollten neben ihrem Gewissen nicht mehr dem Papst verantwortlich sein sondern den Gläubigen in ihren Diözesen.

Mehr Demokratie und offenere Zulassungsbedingungen für den Priesterberuf gibt es in der römisch-katholischen Kirche nur auf Druck von unten, vom Volk, ist Sabo überzeugt. Für ihn ist es Zeit, «nicht mehr aus der Kirche auszutreten, nicht mehr die Missstände und den Machtmissbrauch der Kirchenhierarchien zu ignorieren, sondern die Kirche zu reformieren».

(bert/sda)

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