Neues aus dem Königshaus
Prinz Philip ist im Kaufhaus Harrods nicht erwünscht
publiziert: Sonntag, 9. Jul 2000 / 19:22 Uhr

Der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., Prinz Philip, ist im Edelkaufhaus Harrods in London künftig nicht mehr erwünscht. Harrods-Eigentümer Mohamed al Fayed, dessen Sohn Dodi vor drei Jahren zusammen mit Prinzessin Diana bei einem Autounfall ums Leben kam, verkündete seine Entscheidung am Sonntag.

London «Die königliche Familie - mit Ausnahme von Prinz Philip - ist jederzeit zum Einkaufen bei Harrods willkommen», hieß es in einer Erklärung al Fayeds.

Ein Sprecher des Buckingham-Palastes sagte, dieser Entschluss sei eine Folge der abnehmenden Geschäftsbeziehungen zu Harrods in den vergangenen Jahren: «Das ist die Entscheidung von Herrn Al Fayed.»

Im Januar hatte der Prinzgemahl Harrods den Titel seines Hoflieferanten nach mehr als 40 Jahren entzogen. Nun will al Fayed auch nicht länger königlicher Hoflieferant der Queen und ihres Sohnes Charles sein. Er kündigte an, alle königlichen Insignien bis zum Ende des Sommers zu entfernen. «Da seit mehreren Jahren weder die Queen noch Prinz Charles bei Harrods eingekauft haben, wäre es völlig irreführend und scheinheilig, das Königliche Wappen weiter zu zeigen», sagte Al Fayed.

Al Fayed hatte Prinz Philip im November vergangenen Jahres beschuldigt, an einer Geheimdienstverschwörung beteiligt gewesen zu sein, die den tödlichen Unfall seines Sohnes und Prinzessin Dianas ausgelöst habe.

(ba/AP)

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