Pro Helvetia nach der Hirschhorn-Kontroverse
publiziert: Freitag, 8. Apr 2005 / 13:47 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2005 / 14:32 Uhr

Zürich - Die eine Million Franken, welche Pro Helvetia als Strafaktion nach der Hirschhorn-Kontroverse einsparen muss, geht zur Hälfte zu Lasten von Programmen und Förderung. Die restlichen 500 000 Franken müssen beim Betriebsaufwand eingespart werden.

Thomas Hirschhorn habe dem Ansehen der Schweiz geschadet, meinten konservative Kräfte.
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Es werde keine Auswirkungen auf die bisherige Förderpolitik von Pro Helvetia geben, sagte Direktor Pius Knüsel an einer Medienkonferenz in Zürich. Die Freiheit der Kunst und der Kunstvermittlung müsse auf jeden Fall gewahrt werden.

Die Strafaktion des Bundesparlaments, das Ende 2004 das Budget der Kulturstiftung von 34 auf 33 Millionen kürzte, hat zur Folge, dass Programme für das laufende Jahr vorerst zurückgestellt werden müssen. Ausserdem werden die Budgets der Fachabteilungen gekürzt.

Verzicht auf Investitionen

Die Einsparungen beim Betriebsaufwand bedeuten, dass auf Investitionen verzichtet werden muss und weniger Dienstleistungen eingekauft werden können. Laut Knüsel hat sich Pro Helvetia bemüht, die Budgetkürzung möglichst nicht als Kollektivbestrafung an die Schweizer Kulturschaffenden weitergeben zu müssen.

Anlass der Budgetkürzung war die Ausstellung Swiss-Swiss Democracy von Thomas Hirschhorn im Centre Culturel in Paris. Die bürgerliche Mehrheit im Parlament war der Ansicht, dass die Ausstellung eine schlechtes Bild der Schweiz vermittelt.

Alarmsignal

Die verlorene Million sei ein Alarmzeichen für die ganze Kulturszene in der Schweiz, sagte Knüsel. Er befürchtet, dass das Parlament in nächster Zeit in der Kultur noch mehr sparen will.

Bei Pro Helvetia läuft bereits seit dem letzten Jahr ein Sparprogramm. Bis Ende 2006 wird die Kulturstiftung die Kosten für Personal und Administration von 13 auf 10,5 Millionen Franken senken. Die Zahl der Stellen reduziert sich von 86 auf 67.

Jazzförderung

Im Weiteren unterstützt Pro Helvetia junge Schweizer Dramatik sowie ein regionales Museumsnetzwerk. Und im Rahmen des neuen Instruments der prioritären Jazzförderung erhalten drei Bands dreimal einen Jahresbeitrag von 25 000 Franken.

Wie jedes Jahr unterstützt Pro Helvetia Schweizer Schriftsteller und Übersetzer mit Werkbeiträgen. 2005 werden total 750 000 Franken an 24 Autorinnen und Autoren sowie 3 Übersetzer vergeben. Die einzelnen Beiträge haben eine Höhe von 10 000 bis 40 000 Franken.

(fest/sda)

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