ProSiebenSat.1 geht an KKR und Permira
publiziert: Freitag, 15. Dez 2006 / 08:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Dez 2006 / 21:03 Uhr

Hamburg - Die neuen Besitzer von ProSiebenSat.1 haben Grosses vor: Der Finanzinvestor KKR und Permira wollen Deutschlands grössten TV-Konzern mit ihrer Senderkette SBS Broadcastin zu einem europäischen Fernsehriesen vereinigen.

Der ProSiebenSat.1-Deal sollte noch offiziell bestätigt werden.
Der ProSiebenSat.1-Deal sollte noch offiziell bestätigt werden.
1 Meldung im Zusammenhang
«Es ist ganz klar unser Ziel, Nummer eins in Europa zu werden», sagte Johannes Huth, Europa-Chef des Finanzinvestors KKR.

Derzeitiger Marktführer in Europa ist die RTL Group.

Der Sitz der neuen Sendergruppe solle aber in München bleiben.

Kein Stellenabbau

Auch Stellenstreichungen sind nicht in Sicht. «Es gibt absolut keine Pläne zum Arbeitsplatzabbau», sagte Permira-Manager Thomas Krenz in einer Telefonkonferenz und entkräftete damit Befürchtungen der Gewerkschaften, der Eigentümerwechsel könne zu einem Stellenabbau führen.

Bei der geplanten Verschmelzung mit der europäischen Sendergruppe SBS werde es sicher Synergien geben, sagte Krenz. Diese seien aber eher im Programmbereich und im Einkauf zu sehen. Zudem betonte er, es sei kein radikaler Kurswechsel geplant.

Saban verabschiedet sich aus Deutschland

Im Milliardenpoker um ProSiebenSat.1 konnten sich die Finanzinvestoren KKR und Permira am Donnerstagabend gemeinsam durchgesetzen. Das Konsortium zahlte für 88 Prozent der Stammaktien und zwölf Prozent der Vorzugsaktien rund drei Mrd. Euro an die bisherigen Besitzer um den US-Milliardär Haim Saban.

Der scheidende Besitzer verabschiedete sich dann auch mit einem Dank an das Management und die Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 aus dem deutschen Fernsehmarkt. Als er vor gut drei Jahren bei ProSiebenSat.1 eingestiegen sei, habe sich Deutschlands grösster TV-Konzern «am Rande des Bankrotts» bewegt, sagte er. Seither habe sich das Unternehmen prächtig entwickelt. «Ich bin stolz auf unseren Erfolg.»

Der Springer-Konzern, der mit 12 Prozent an ProSiebenSat.1 beteiligt ist, will sich mit der Entscheidung über sein weiteres Vorgehen Zeit lassen. Man werde sich ohne Zeitdruck mit den neuen Mehrheitseigentümern zusammensetzen und besprechen, «wie die Perspektiven einer Zusammenarbeit zu gestalten sind».

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Geisterspiele sind in der Schweiz ab dem 8. Juni erlaubt.
Geisterspiele sind in der Schweiz ab dem 8. Juni erlaubt.
Bundesrat hat entschieden  Der Bundesrat hat am Mittwoch über weitere Lockerungen in der Coronakrise informiert. Dabei machte er auch Angaben zu den Profiligen im Sport und zu Grossveranstaltungen. mehr lesen 
Fernsehen - Zum 4. Juni  Berlin - Showkrise hin, Showkrise her: Eine Samstagabendsendung im Ersten Deutschen Fernsehen zu ... mehr lesen  
Beatrice Egli hält sich in den Charts.
Online-Auktion  Santa Monica - Von Don Drapers Cabriolet bis zu Peggy Olsons Schreibmaschine - mehr als ... mehr lesen  
Es geht in die heisse Phase  Im Milliarden-Poker um die Medienrechte an der Fussball-Bundesliga beginnt die heisse Phase. Bis zum 6. Juni will die Deutsche Fussball Liga (DFL) insgesamt 17 Rechtepakete für die ... mehr lesen
Der bisherige Rechteinhaber Sky möchte weiter mit dem Slogan «Alle Spiele, alle Tore» Abonnements verkaufen. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Und noch ein Pionier . . . . . . ach hätten wir doch bloss für jeden hundertsten Juristen einen ... Fr, 24.06.16 09:54
  • jorian aus Dulliken 1754
    SRG: Eishockey & und der ESC Wer am Leutschenbach nicht gehorcht, muss den ESC oder die Eishockey WM ... Fr, 13.05.16 05:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Die... Entscheidung von A. Merkel ist völlig richtig: -Sie ist juristisch ... So, 17.04.16 14:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Komiker... Böhmermann wird vermurlich, damit die Türkei-Deal-Marionetten in Berlin ... Di, 12.04.16 13:37
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Sind Sie sicher dass es nicht Erdowann oder gar Erdowahn heisst? So, 03.04.16 10:47
  • HeinrichFrei aus Zürich 431
    Zürich: von «Dada» zu «Gaga» Die «Dada» Veranstaltungen in Zürich zeigen, dass «Dada» heute eher zu ... Mo, 15.02.16 22:51
  • Midas aus Dubai 3810
    Finde den Unterschied Ah ja, wieder der böse Kapitalismus. Wie gesagt, haben Sie ein besseres ... Mo, 01.02.16 02:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Schöner kann man's nicht erklären «Es handelt sich hier um ausserordentlich sensible Figuren. Da ist zum ... So, 31.01.16 16:48
art-tv.ch Gotthard. Ab durch den Berg Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz zeigt die Tunnelbauten ...
Niconé.
Felix Steinbild
news.ch hört sich jede Woche für Sie die interessantesten neuen CDs an und stellt sie Ihnen hier ausführlich vor.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 9°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 7°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 9°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 9°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 9°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 15°C 22°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten