Produktivitätssteigerung wegen Überalterung
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 23:48 Uhr

Genf - Angesichts der Überalterung muss die Schweiz nach Ansicht von Nationalbank-Präsident Jean-Pierre Roth ihre Produktivität steigern.

Roth: «Die Schweiz muss ein Hort des Wissens bleiben.»
Roth: «Die Schweiz muss ein Hort des Wissens bleiben.»
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Weniger Erwerbstätige müssten mehr herstellen, um die Bedürfnisse der ganzen Bevölkerung decken zu können. Während es derzeit vier Erwerbstätige pro Rentner gebe, seien es 2050 nur noch zwei, sagte Roth laut Redetext in einem Vortag an der Universität Genf. Angesichts dieser Entwicklung würden Produktivitätsgewinne zum hauptsächlichen Motor des Wachstums.

Dazu brauche es die Förderung von Ausbildung, Forschung und Entwicklung. «Im Hinblick auf die Globalisierung kann die Schweiz im Wettbewerb nicht mithalten und ein genügendes Wachstum erreichen, wenn sie nicht ihre Position bei der Grundlagen- und angewandten Forschung halten kann», sagte Roth. Die Schweiz müsse ein Hort des Wissens bleiben.

Besondere Anstrengungen seien beim Wissenstransfer zwischen Universitäten und Unternehmen nötig. Dies verlange weiterhin einen finanziellen Effort von Behörden und ein zunehmendes Engagement der Privatwirtschaft.

Konkurrenz fördern

Auch die Konkurrenz müsse gefördert werden. Eine gesunde Konkurrenz stimuliere die Produktivität und in der Folge das Wirtschaftswachstum, sagte Roth. Die Revision des Binnenmarktgesetzes und des Wettbewerbsrechts gingen in diese Richtung.

Die Anerkennung von EU-Normen könnte die Importe ein wenig liberalisieren, was den Konsumenten zugute käme. Roth forderte das Ende des so genannten «Swiss Finish», wo unter dem Deckmantel der öffentlichen Gesundheit oder dem Wunsch, alles besonders gut machen zu wollen, Spezialregelungen für den Schweizer Binnenmarkt eingeführt werden.

«Diese sind oft ein bequemes Mittel, um den Markt aufzuteilen und die Konkurrenz zu begrenzen», sagte Roth. Der SNB-Präsident sprach sich dabei für das «Cassis de Dijon»-Prinzip aus, das bei staatlichen Produktevorschriften eine gegenseitige Anerkennung innerhalb Europas und damit tiefere Preise brächte.

(smw/sda)

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