Prominenz reicht nicht immer zum Sitzgewinn
Prominenz verhilft nicht immer zum Nationalratssitz
publiziert: Montag, 24. Okt 2011 / 19:03 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Okt 2011 / 20:15 Uhr
Matthias Aebischer ist eine Ausnahme: Er schlug in Bern den Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät.
Matthias Aebischer ist eine Ausnahme: Er schlug in Bern den Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät.

Bern - Bei den eidgenössischen Wahlen haben zahlreiche bekannte Persönlichkeiten als Quereinsteiger den Einzug ins Parlament angestrebt. Einigen von ihnen gelang der Sprung in die Politik, die meisten hatten als Aussenseiter jedoch einen schweren Stand.

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Besonders viele prominente Kandidaten traten im Kanton Bern an. Auf der Nationalratsliste der Freisinnigen etwa fanden sich die Namen des Herzchirurgen Thierry Carrel und der ehemaligen Skirennfahrerin Corinne Schmidhauser. Beide verpassten die Wahl ins Parlament allerdings.

Aebischer schlägt Tschäppät

Anders Matthias Aebischer: Dem ehemaligen TV-Journalisten gelang der Einstieg in die eidgenössische Politik von der SP-Liste aus. Entgegen den Erwartungen liess er dabei den Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät hinter sich.

Tschäppät, der von 1991 bis 2003 im Nationalrat gesessen hatte, scheiterte bei seinem Rückkehrversuch. Ebenfalls nicht gewählt wurde Jacques de Haller, der Präsident des Ärzteverbands FMH.

Im Kanton Waadt verpasste ehemalige Verwaltungsratspräsident der Post, Claude Béglé, den Einzug ins Parlament knapp. Béglé, der für die CVP antrat, hatte sowohl für den National- als auch für den Ständerat kandidiert. Im Nationalrat landete er auf dem ersten Ersatzplatz, im Ständerat scheiterte er abgeschlagen.

Matter und Bigler scheitern in Zürich

Den Sprung in den Nationalrat verpasst hat auch Bankier Thomas Matter. Der ehemalige Chef der Swissfirst-Bank, der zurzeit den Verwaltungsrat der Neuen Helvetische Bank präsidiert, landete auf der Liste der Zürcher SVP auf dem 14. Platz und verpasste die Wahl damit um drei Plätze.

Mit Hans-Ulrich Bigler scheiterte in Zürich ein zweiter Quereinsteiger mit Nationalratsambitionen. Der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands trat für die FDP an. Er musste sich jedoch hinter den vier Gewählten mit Platz 7 auf der Liste begnügen.

Im Kanton Aargau trat der Kriminologe Martin Killias für die SP an. Auch ihm gelang der Einzug in den Nationalrat nicht. Durch die Wahl Pascale Bruderers in den Ständerat hätte auch Platz vier auf der Liste der Sozialdemokraten gereicht, um einen der drei Sitze zu ergattern. Killias kam aber nicht über Platz sechs hinaus und verpasste die Wahl.

Nicht vom Erfolg gekrönt war auch die Kandidatur des ehemaligen Skirennfahrers Paul Accola. Der Bündner trat in seinem Kanton auf der Liste der SVP International an. Mit 1872 Stimmen erreichte er zwar das beste Resultat seiner Liste, im Kampf um einen der fünf Nationalratssitze unterlag er aber klar.

Mehr Erfolg hatte Margrit Kessler, die für die Grünliberalen in den Nationalrat einzieht. Die Patientenschützerin profitierte davon, dass ihre Partei im Kanton St. Gallen der SVP ein Mandat abnehmen konnte.

 

(fest/sda)

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