Protest gegen Telekom-Kahlschlag
publiziert: Montag, 12. Dez 2005 / 22:28 Uhr

Berlin - Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat trotz erneuter Proteste tausender Beschäftigter dem geplanten massiven Stellenabbau zugestimmt.

Der Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke (l).
Der Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke (l).
2 Meldungen im Zusammenhang
Das teilte der Konzern in Bonn nach einer Sitzung des Kontrollgremiums mit.

Dabei hätten die Vertreter der Aktionäre die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat überstimmt. Der Vorstand werde nun Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über die Umsetzung des Beschlusses aufnehmen, sagte ein Telekom-Sprecher.

Auf Kündigungen verzichten

Insgesamt sollen 32 000 Menschen bei der Telekom bis 2008 ihre Arbeit verlieren, allerdings sollen gleichzeitig 6000 Mitarbeiter neu eingestellt werden. Auf betriebsbedingte Kündigungen will das Unternehmen wie schon in der Vergangenheit verzichten.

Zuvor hatten mit landesweiten Protesten fast 30 000 Telekom-Beschäftigte gegen den geplanten Stellenabbau protestiert. «Wir werden den Verwaltungsrat auffordern, den Plänen des Managements nicht zuzustimmen», sagte der stellvertretende Verdi-Vorstand, Franz Treml.

Hauptprotestote Berlin und Bonn

Hauptprotestorte waren Berlin und Bonn, wo sich 2500 beziehungsweise 6000 Telekom-Beschäftigte versammelten und mit Trillerpfeifen die Rücknahme der Vorstandspläne forderten. Sollte der Abbau vom Verwaltungsrat abgesegnet werden, kündigte die Gewerkschaft eine Ausweitung der Proteste an.

Die Telekom-Beschäftigten machten indes mit markanten Sprüchen ihrem Unmut über den Stellenabbau Luft. Auf Transparenten hiess es: «Vom Kopf her, weiss man, stinkt der Fisch» oder: «Personalabbau auf Dauer macht uns richtig sauer».

Mit den angestrebten Kürzungen will sich die Telekom fit machen für den zunehmenden Wettbewerb in der Branche. Betroffen von den Kürzungen sind vor allem die Beschäftigten der Festnetzsparte T-Com, wo die Telekom rund 20 000 Angestellt weniger benötigt.

Kein Verständnis für Einsparungen

Der Bonner Riese beschäftigt gegenwärtig konzernweit in Deutschland noch rund 170 000 Menschen. In den vergangenen 10 Jahren hat sich das Unternehmen im Schnitt jedes Jahr von 10 000 Mitarbeitern getrennt.

Vor dem Hintergrund der guten Ertragslage des Unternehmens haben Betriebsräte, Telekom-Mitarbeitende und Gewerkschafter kaum Verständnis für die Einsparungen.

(bsk/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bonn - Die Deutsche Telekom ist im ... mehr lesen
Kai-Uwe Ricke, Chef der Deutschen Telekom.
In der Festnetzsparte T-Com macht sich die starke Konkurrenz bemerkbar.
Bonn - Die Deutsche Telekom will ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Judith Bellaiche setzt sich als Wirtschafspolitikerin konsequent für Innovation und Digitalisierung ein.
Judith Bellaiche setzt sich als Wirtschafspolitikerin konsequent für ...
Judith Bellaiche vertritt die ICT Branche  Kürzlich wurde die neue Geschäftsführerin von Swico, Judith Bellaiche, von ihrer Partei als Nationalratskandidatin nominiert. Der Vorstand freut sich - und hofft auf ein positives Wahlergebnis. mehr lesen 
Besserer Markenschutz sowie falsch adressierte E-Mail-Zustellungen vermeiden  Keine Frage, .com Domains sind mit Abstand die beliebtesten Domains im Netz. Aktuell sind knapp 140 Mio. .com Domainnamen registriert und es werden täglich mehr. Selbst die vielen ... mehr lesen
Alle wichtigen Domainendungen rechtzeitig sichern: .ch, .com und je nach Bedarf auch .de und .at.
Einfaches Einstellen der sichereren Zweifaktor-Authentifizierung bei domains.ch.
SMS-Token zusätzlich zu deinem domains.ch Passwort  St. Gallen - Domains sind ein wertvolles immaterielles Gut. Nicht vorzustellen was passieren würde, wenn dein operativer und Umsatz bringender Online-Shop auf einmal gekapert ... mehr lesen  
Der passende Domainname fehlte  Nach einem grösseren Datenleck beim erfolglosen Social Media Projekt Google Plus zieht Google den Stecker. Die Gelegenheit scheint günstig diesen überfälligen Schritt zu vollziehen. Die Übermacht von Facebook, zusammen mit Schwesterprojekten wie Instagram und WhatsApp, war zu gross und etwas entscheidendes, bisher wenig beachtetes, fehlte zudem... eine eigene Domain. mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -3°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel -1°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 0°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern -2°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 0°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf -1°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano -1°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten