Proteste in Birma trotz Polizei-Gewalt
publiziert: Mittwoch, 26. Sep 2007 / 08:02 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Sep 2007 / 10:30 Uhr

Rangun - Zehntausende Menschen haben im Zentrum der birmanischen Metropole Rangun an Demonstrationen gegen die Militärregierung teilgenommen. Die Polizisten und Soldaten reagierten mit Tränengas, gaben Warnschüsse ab und prügelten auf Mönche ein.

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Die Sicherheitskräfte hätten in der Nähe des Sule-Pagode im Zentrum Ranguns Schüsse über die Köpfe von Mönchen und anderen Bürgern abgefeuert, berichteten Augenzeugen. Die Menschen seien in Panik geflohen.

Mönche seien zudem verprügelt und mit Tränengas attackiert worden. Bis zu 200 Menschen seien festgenommen worden.

«Ihr seid Idioten!»

Trotz des massiven Vorgehens von Armee und Polizei marschierten den Berichten zufolge etwa 10'000 Menschen zur Sule-Pagode. Laut Augenzeugen jubelten Zivilisten den Mönchen zu, als sich diese der Pagode im Zentrum von Rangun näherten.

Den Sicherheitskräften riefen sie zu: «Ihr seid Idioten!» Daraufhin feuerten diese die Warnschüsse ab und setzten Tränengas ein, um die Menschen auseinanderzutreiben.

Sicherheitskräfte hatten zuvor die Shwegadon-Pagode in Rangun abgeriegelt, wo die Bewegung vor mehr als einer Woche ihren Anfang genommen hatte.

Oppositionelle im Gefängnis

Die Oppositionspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nannte unterdessen das Vorgehen mit Schlagstöcken gegen Mönche «das grösste, irreparable Unrecht in der Geschichte».

Die Oppositionsführerin soll am Sonntag in ein Gefängnis gebracht worden sein. Auch andere prominente Oppositionelle sollen verhaftet worden sein.

Der von einer Militärjunta regierte Staat erlebt derzeit die grösste Protestbewegung gegen die Führung seit 20 Jahren. Das Militär liess in der Nacht auf Mittwoch in Rangun Bereitschaftspolizisten und Soldaten aufmarschieren und ordnete eine nächtliche Ausgangssperre an. Auslöser der Proteste war eine drastische Preiserhöhung für Benzin und Lebensmittel.

(bert/sda)

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