Proteste zum 6. Jahrestag der Öcalan-Festnahme
publiziert: Dienstag, 15. Feb 2005 / 17:04 Uhr

Diyarbakir - In mehreren türkischen Städten ist es anlässlich des 6. Jahrestags der Verhaftung von PKK-Chef Abdullah Öcalan zu Zusammenstössen gekommen. Bei Polizeieinsätzen wurden mindestens 18 Menschen verletzt und 70 Menschen festgenommen.

Abdullah Öcalan sitzt noch immer in Isolationshaft.
Abdullah Öcalan sitzt noch immer in Isolationshaft.
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Die schwersten Zusammenstösse gab es in Diyarbakir im mehrheitlich kurdischen Südosten der Türkei, wo 15 Menschen verletzt und 55 festgenommen wurden. Rund 300 Demonstranten forderten ein Ende der Isolationshaft des am 15. Februar 1999 in Kenia festgenommenen Kurdenführers.

Die Polizei ging mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor, Kundgebungsteilnehmer warfen Steine auf die Beamten.

In Istanbul setzte die Polizei Pfefferspray gegen mehrere hundert Menschen ein, die versuchten vor das griechische Konsulat zu marschieren, um auf die Rolle Griechenlands bei Öcalans Festnahme vor sechs Jahren zu verweisen. Mehrere Fensterscheiben gingen zu Bruch.

In Mersin an der türkischen Südküste lösten mit gepanzerten Fahrzeugen ausgerüstete Polizisten eine Protestkundgebung auf. Demonstranten setzten Barrikaden in Brand. Mindestens drei Menschen wurden verletzt, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Lebenslange Haft

Türkische Agenten hatten Öcalan in Nairobi festgenommen, nachdem er die dortige griechische Botschaft nach mehreren Tagen verlassen musste. Im Juni 1999 verurteilte ihn die türkische Justiz wegen Separatismus zum Tode. Die Strafe wurde später in lebenslange Haft umgewandelt.

Öcalan sitzt in Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali. Seine Anhänger kritisieren die Haftbedingungen. Die PKK hat sich seit der Festnahme Öcalans mehrfach umbenannt und heisst derzeit Kongra-Gel. Im Konflikt um eine kurdische Selbstbestimmung im Südosten der Türkei wurden zwischen 1984 und 1999 rund 37 000 Menschen getötet.

(rr/sda)

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