Proteste in der arabiscen Welt
Protestwelle hat auch Libyen erfasst - Bereits 14 Verletzte
publiziert: Mittwoch, 16. Feb 2011 / 09:25 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 12:42 Uhr
Die Proteste weiten sich nun in Muammar al-Gaddafis Hoheitsgebiet aus.
Die Proteste weiten sich nun in Muammar al-Gaddafis Hoheitsgebiet aus.

Frankfurt/Main - Die Protestwelle in der arabischen Welt hat am Mittwoch Libyen erreicht. In Bengasi, der zweitgrössten Stadt des Landes, gingen Demonstranten auf die Strasse und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Bagdadi al-Mahmudi und Staatschef Muammar Gaddafi.

5 Meldungen im Zusammenhang
In der Nacht wurden bei Zusammenstössen zwischen Anti-Regierungs-Demonstranten, Polizisten und Gaddafi-Anhängern mindestens 14 Menschen verletzt. Das berichtete die Zeitung «Qurina», die Gaddafis Sohn Seif al-Islam gegründet hatte. Die Demonstranten wurden in dem Artikel als «Saboteure» bezeichnet.

Im Internet wurden gleichzeitig Amateurvideos veröffentlicht, auf denen Hunderte von Männern und Frauen zu sehen sind, die rufen: «Das Volk will den Sturz des Regimes» und «Gaddafi, raus, raus!». Aus regierungsnahen Kreisen hiess es, bei den Demonstranten habe es sich um «15 junge Menschen» gehandelt.

Die Polizei löste die Kundgebung schliesslich gewaltsam auf. Der britische Sender BBC berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, die Sicherheitskräfte hätten Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse gegen die Demonstranten eingesetzt.

Auslöser der Proteste war nach Angaben der BBC und der Internet-Nachrichtenseite «El Manara» die Festnahme eines regierungskritischen Anwalts. Der Anwalt sei später unter dem Druck der Proteste wieder freigekommen, die Proteste hätten aber angedauert.

Gegendemonstrationen

Nach der Auflösung der Demonstration versammelten sich in Bengasi, Tripolis und weiteren Städten hunderte Anhänger von Revolutionsführer Gaddafi. Das libysche Fernsehen übertrug am frühen Morgen live, wie sie Fahnen und Fotos von Gaddafi schwenkten und den Revolutionsführer priesen.

Massenbewegungen haben seit Anfang des Jahres die Regime in Tunesien und Ägypten gestürzt. Demonstrationen gegen Regierungen in arabischen Ländern gab es zudem in Algerien, Jordanien, im Sudan, in Jemen und Bahrain.

«Tag des Zorns» am Donnerstag

Nach dem Vorbild anderer Staaten ist in Libyen am Donnerstag ein Tag des Zorns geplant, zu dem über das Internet-Netzwerk Facebook aufgerufen wird. Die dazugehörige Gruppe zählt bereits über 10'000 Mitglieder. Gaddafi ist in Libyen seit 1969 an der Macht.

(dyn/sda)

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Physik
Man braucht nicht unbedingt von Politik eine Ahnung zu haben, um zu erkennen, dass die Tage des guten Muammar gezählt sind
Es ist physikalisch kaum Anderes möglich. Eingezwängt zwischen Tunesien und Algerien, auf der einen Seite und Ägypten, auf der Anderen.
Auch wird er kaum eine helfende Hand von Freund Silvio erhalten. Dieser Braucht alle Hände um seine Genitalien zu vor Tiefschlägen zu schützen.

Das Einzige was Ihn jetzt noch an der Macht halten könnte, ist die Öl - Mafia

Auch wenn es nur ein symbolischer Akt ist, sollten wir Tamoil Zapfsäulen meiden
Schluss mit der Unterdrückung
Es wäre an der Zeit, dass die Unterdrückung des Volks im Nahen Osten zu Ende geht. Der Westen ist am jetzigen Zustand mitschuldig, weil das Öl wichtiger war als die Menschenrechte. Nun bleibt zu hoffen, dass der willkürliche, grausame Beduine aus Libyen als Nächster an der Reihe sein wird.
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