Provinzwahlen in Argentinien wegen Ausschreitungen abgebrochen
publiziert: Montag, 3. Mrz 2003 / 09:22 Uhr

Buenos Aires - Zwei Monate vor der argentinischen Präsidentenwahl ist die als Test geltende Gouverneurswahl in der Provinz Catamarca an Chaos und Gewalt gescheitert. Die Behörden brachen die bereits begonnene Stimmabgabe wegen gewaltsamer Ausschreitungen ab.

Der argentinische Politikers Luis Barrionuevo.
Der argentinische Politikers Luis Barrionuevo.
Anhänger des von der Wahl ausgeschlossenen peronistischen Politikers Luis Barrionuevo hatten vor zahlreichen Wahllokalen Autoreifen in Brand gesetzt und sich Schlägereien mit der Polizei und Anhängern anderer politischer Parteien geliefert. Ausserdem waren zahlreiche Wahlurnen gestohlen worden.

Zudem hatten sich mehrere Bürgermeister geweigert, die Wahllokale in ihren Orten zu öffnen, weil Barrionuevo als Kandidat für den Gouverneursposten nicht zugelassen worden war. Die Peronisten stellen zwar die Regierung auf Bundesebene, sind jedoch in Catamarca in der Opposition.

Die Justiz hatte es dem mächtigen Gewerkschaftsfunktionär untersagt, bei der Wahl anzutreten, weil er seinen Wohnsitz noch nicht wie vorgeschrieben seit vier Jahren in der Provinz hatte. Barrionuevo, dem vorgeworfen wurde, er habe am Wahltag Schlägertrupps aufmarschieren lassen, kündigte an, er werde bei der Wiederholung der Wahl erneut antreten.

Führende Politiker in Buenos Aires äusserten sich besorgt über die Ereignisse in Catamarca. Die Gewalt könne ein schlechtes Omen für die Präsidentenwahl am 27. April sein, bei der ein Nachfolger für Interimspräsident Eduardo Duhalde gewählt werden soll.

(bert/sda)

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