Prozess gegen Ex-Botschafter begonnen
publiziert: Montag, 9. Mai 2005 / 21:51 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Mai 2005 / 22:27 Uhr

Bellinzona - Peter Friederich, Ex-Botschafter der Schweiz in Luxemburg, musste vor dem Bundesstrafgericht kritische Fragen über sich ergehen lassen.

Eine Kriminelle Herkunft der Gelder sei nicht bekannt gewesen.
Eine Kriminelle Herkunft der Gelder sei nicht bekannt gewesen.
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Von der kriminellen Herkunft der Gelder, die er gewaschen haben soll, will er nichts gewusst haben.

Nach Verlesung der Anklageschrift wurde Friederich zunächst zu den Vorwürfen der Geldwäscherei und der Unterstützung einer kriminellen Organisation befragt.

Der stellvertretende Bundesanwalt Claude Nicati wirft ihm vor, 2,4 Millionen Franken von einer Drogenbande entgegengenommen und gewaschen zu haben.

Nicht bestritten

Der heute 63-jährige Friederich bestritt nicht, insgesamt fünf Mal Geld von einem Mitglied dieser Bande erhalten zu haben.

Allerdings will er in ihm einen normalen Investor gesehen haben, der über ihn Geld angelegt habe, wie 14 andere Personen auch. Der Betroffene sei ihm von einem alten Freund vorgestellt worden.

Weiter wurde Friederich zur Anklage der Veruntreuung, allenfalls des Betrugs befragt.

Er soll diese Delikte begangen haben, indem er Geld, das ihm von Bekannten für Börsengeschäfte anvertraut wurde, für private Zwecke verwendet oder anderen Investoren ausbezahlt haben soll, die ihr Kapital zurück wollten.

Verhandlung bis 20. Mai

Er gab diesbezüglich an, immer der Überzeugung gewesen zu sein, schliesslich alles Geld wieder zurückzahlen zu können.

Die Rückerstattung von Kapital an einzelne Investoren, sei aus dem ihm zur Verfügung stehenden Gesamtkapital erfolgt.

Für die Verhandlung sind noch acht Tage bis zum 20. Mai angesetzt.

Am Dienstag werden Polizisten aus der Schweiz, Amerika und Spanien als Zeugen angehört werden. Danach werden diese Woche noch weitere Zeugen und Experten vor Gericht erscheinen.

(kst/sda)

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