Prozess gegen Serienmörder Fourniret beginnt
publiziert: Donnerstag, 27. Mrz 2008 / 15:07 Uhr / aktualisiert: Freitag, 28. Mrz 2008 / 18:36 Uhr

Paris - In Frankreich hat der Prozess gegen den geständigen Serienmörder Michel Fourniret begonnen. Der 65-jährige Franzose hat nach eigenen Angaben zwischen 1987 und 2001 sieben junge Frauen und Mädchen vergewaltigt und ermordet.

Michel Fourniret.
Michel Fourniret.
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Die sieben Morde hat Fourniret gestanden, er könnte aber nach laufenden Ermittlungen bis zu 15 Frauen ermordet haben. Bei seiner «Jagd auf Jungfrauen» in Frankreich und Belgien half ihm seine Frau Monique Olivier, die jetzt auch im nordostfranzösischen Charleville-Mézières vor Gericht steht.

Die heute 59-Jährige diente laut Anklage nicht nur als «Lockvogel», um die Opfer bei der Entführung in Sicherheit zu wiegen, sondern beteiligte sich auch an einem der Morde. Dem Paar droht eine lebenslange Haftstrafe.

Fourniret wurde am Morgen von Polizisten einer Spezialeinheit per Auto in das Gerichtsgebäude in der Ardennen-Stadt nahe der belgischen Grenze gebracht. Seine Frau folgte in einem anderen Fahrzeug. Für den Prozess wurden 70 Bereitschaftspolizisten abgestellt, um Fourniret vor möglichen Racheakten zu schützen.

Entführungsopfer entkommen

300 Journalisten aus aller Welt beobachten das Verfahren gegen den Franzosen, der sich einmal brüstete, er sei «schlimmer als (Marc) Dutroux», der 2004 in Belgien verurteilte Kinderschänder und Mörder.

Fourniret war 2003 in Belgien festgenommen worden, nachdem im ein 13-jähriges Entführungopfer entkommen war. Seine Frau hatte ihn ein Jahr später belastet, insgesamt elf Morde begangen zu haben. 2006 wurde Fourniret nach Frankreich ausgeliefert.

(ht/sda)

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