Prozess gegen Sohn von New Yorker Mafia-Paten geplatzt
publiziert: Mittwoch, 21. Sep 2005 / 11:18 Uhr

New York - Weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten, ist der Prozess gegen den Sohn des früheren New Yorker Mafia-Paten John Gotti geplatzt.

Die Geschworenen konnten sich nicht einigen.
Die Geschworenen konnten sich nicht einigen.
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Vermutlich kommt John Gotti Junior bis zu einem neuen Verfahren gegen Kaution auf freien Fuss.

Dies sagte die Richterin am Dienstag (Ortszeit) in New York. Ein Datum für einen neuen Prozess wurde zunächst nicht festgesetzt. Der 40-jährige Gotti soll versucht haben, den Gründer der Bürgerwehrtruppe «Guardian Angels» («Schutzengel»), Curtis Sliwa, zu entführen.

Sliwa wirft ihm zudem vor, ihn 1992 auf der Strasse angeschossen zu haben, nachdem er in einem Interview Gotti Senior kritisiert hatte. Sliwa äusserte sich enttäuscht; er warte seit 13 Jahren auf eine Verurteilung Gottis. «Aber der Prozess geht in eine zweite Runde», fügte Sliwa hinzu.

Erleichterung bei der Familie

Die Schwester des Angeklagten weinte dagegen vor Freude. Es bedeute den Männern in der Familie und ihren Söhnen viel, dass Gotti Junior nach Hause zurückkomme, sagte Victoria Gotti. «Das heisst, dass man nicht jemanden nur wegen seines Nachnamens verfolgen kann.»

Victoria und John sind die Kinder von John Gotti Senior, dem früheren Paten des Gambino-Clans. Er starb im Jahr 2002 im Alter von 61 Jahren in einem Gefängniskrankenhaus im Bundesstaat Missouri an Krebs.

Unter seiner Führung hatte der Gambino-Clan in den 80er Jahren den Höhepunkt seiner Macht erreicht. 1992 wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

(sl/sda)

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