«Vorfälle» zugegeben
Prügel in der Privatschule Sonneberg: Schulleiter zurückgetreten
publiziert: Samstag, 5. Aug 2000 / 16:16 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Aug 2000 / 18:50 Uhr

Vilters SG - Einen Tag nach Bekanntwerden der Prügelvorwürfe sind die beiden Leiter der Privatschule «Sonnenberg» in Vilters SG, Bruno Wistawel und Louis Hüppi, per sofort zurückgetreten. Die Schule hat inzwischen zugegeben, dass es in letzter Zeit zu «Vorfällen» gekommen ist.

Zum neuen Schulleiter ist der bisherige Lehrer Hans-Peter Koller ernannt worden, wie er am Samstag gegenüber Radio Z bekanntgab. Koller informierte auch über den Rücktritt der beiden Schulleiter. Die beiden Zurückgetretenen würden die stattgefundenen Übergriffe bereuen, sagte er.

Der Rücktritt der Schulleitung ist laut Koller notwendig, um vom Erziehungsdepartement wieder eine Bewilligung für den Schulbetrieb zu erhalten. Nach den Sommerferien möchte Koller die Privatschule wieder eröffnen.

Ein Lehrer wegen Schlägen suspendiert
Ein Lehrer der Schule ist bereits vor dem Sommerferien suspendiert worden. Ein Sprecher der Privatschule bestätigte am Samstag einen Bericht des «St. Galler Tagblatt», wonach der Erzieher einem Schüler die Nase blutig geschlagen habe. Er habe seinen Fehler eingesehen und habe sich in psychologische Betreuung begeben.
Noch am Freitag hatte Schulleiter Louis Hüppi erklärt, dass er aus den Medien von den Vorwürfen erfahren habe und diesen zuerst nachgehen wolle. Zudem hatte er sich beklagt, nicht vom Erziehungsdepartement über die Anschuldigungen informiert worden zu sein.

Privatschulen in den Schlagzeilen
Schweizer Privatschulen sind in den letzten Jahren des öftern in die Schlagzeilen geraten. In einem Nobelinternat in Villars VD wurden im März dieses Jahres drei Schülerinnen in der Nacht von einem Unbekannten sexuell belästigt.

Ebenfalls diesen Frühling wurde bekannt, dass sich ein Musiklehrer des Lyceum Alpinum in Zuoz GR sexuell an einem Zwölfjährigen vergangen hatte. Der Lehrer und der Rektor der Schule, der von den Übergriffen gewusst hatte, wurden entlassen. Verschiedentlich sind in letzter Zeit private Schulgründungen wegen ihrer Nähe zum VPM und zu Scientology ins Gerade gekommen. In Littau LU, Zürich, Lausanne und Rudolfstetten AG kam es zwischen Schulleitung und den jeweiligen Erziehungsdepartementen zu juristischen Auseinandersetzungen.

Im August 1998 war eine Basler Privatschule ins Gerede gekommen, weil sie den rechtskräftig verurteilten Holocaust-Leugner Jürgen Graf als Lehrer beschäftigt hatte. Graf wurde darauf entlassen.

Auch im Tessin machten Privatschulen von sich reden. Der ehemalige Vizedirektor einer katholischen Privatschule in Breganzona wurde angeklagt, sexuelle Handlungen mit einem Studenten gehabt zu haben. In einer anderen Tessiner Privatschule erpressten drei Mitschüler während Monaten von ihren Kollegen hohe Geldsummen.

(ba/sda)

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