In Davos zog man Bilanz
«Public Eye on Davos» stiess auf grosses Interesse
publiziert: Sonntag, 3. Feb 2002 / 22:16 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Feb 2002 / 12:00 Uhr

Davos/New York - Die Organisatoren der Alternativ-Veranstaltung zum Weltwirtschaftsforum (WEF), «Public Eye on Davos», sind sehr zufrieden mit dem Anklang, den die Tagung in New York gefunden hat.

Das «Public Eye on Davos» zog Bilanz.
Das «Public Eye on Davos» zog Bilanz.
«Wir sind begeistert vom Echo, das wir bekommen und freuen uns über die vielen Zuhörer, die unsere Podiumsgespräche besuchten», sagte Mirjam Behrens von Pro Natura, die zusammen mit der Erklärung von Bern das «Public Eye on Davos» organisieren.

Seit dem 11. September habe sich die politische Landschaft etwas verändert, findet Behrens. Die Botschaft, dass die Globalisierung Regeln brauche, an die sich Konzerne halten müssten, werde heute mehr gehört.

Als Höhepunkt der Veranstaltung bezeichnete Behrens die vielen neuen Ideen, die an der Konferenz angebracht wurden. «Ein anderer Höhepunkt hätte die Eröffnungsrede von Bundespräsident Villiger werden können», sagte Behrens, «das war aber nicht der Fall, weil Villiger nach seiner Rede keine Fragen entgegen nehmen wollte.»

An der Grossdemonstration vom Samstag nahm das «Public Eye on Davos» als Organisation nicht teil, weil im Vorfeld nicht fest stand, ob sie gewaltlos verlaufen würde.

Das «Public Eye» ist entschieden gegen den Einsatz von Gewalt. Dass die Demonstration friedlich verlaufen sei, habe auch damit zu tun, dass die «Polizei in New York freundlicher sei als in der Schweiz», sagte Behrens.

Das Wirtschaftsforum kritisierte Behrens scharf. Die von WEF-Gründer Klaus Schwab propagierte Offenheit sei in Wahrheit gar nicht vorhanden, sagte Behrens.

(kil/sda)

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