Publica will externe Untersuchung
publiziert: Donnerstag, 17. Aug 2006 / 21:03 Uhr

Bern - Die Pensionskasse des Bundes, Publica, lässt die Umstände des Engagements in Swissfirst-Aktien extern überprüfen.

Swissfirst-CEO Thomas Matter mit Mitarbeitern. (Archivbild)
Swissfirst-CEO Thomas Matter mit Mitarbeitern. (Archivbild)
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Dies hat die Kassenkommission, das paritätische interne Aufsichts- und Kontrollorgan, auf Antrag der Direktion beschlossen. Es sei noch offen, welche Revisionsstelle die Überprüfung durchführen soll, sagte Publica-Sprecherin Encarnacion Berger-Lobato im Anschluss an die Sitzung vom Donnerstag auf Anfrage. Ziel sei es, möglichst rasch voranzukommen.

Hanspeter Lienhart, der Präsident der Kassenkommission, betonte gegenüber der SDA, es bestehe kein Anlass für Zweifel an der Publica- Führung. Die Kommission aus Vertretern von Versicherten und Arbeitgebern stehe hinter der Direktion. Als grösste öffentliche Pensionskasse mit einer Bilanzsumme von 33 Mrd. Fr. sei Publica aber zu besonderer Transparenz verpflichtet.

Umstände des Engagements

Die Untersuchung erfolge im Interesse der Versicherten, der Öffentlichkeit und der Beschäftigten. Untersucht werden sollen alle Umstände des Engagements in Swissfirst-Aktien vom Kauf bis zum Verkauf der Titel. Dies schliesse die Hintergründe des Kaufs der Aktien im Jahr 2002 ein, hielt Lienhart fest.

Ein damals zuständiger Portfolio-Manager der Publica soll nach einem Bericht des «Tages-Anzeigers» auch privat ein Konto bei der Swissfirst gehabt haben, auf das ihm die Bank 2003 rund 740 000 Fr. überwiesen habe.

Aktien in persönlichem Besitz?

Laut Gerüchten habe der ehemalige Mitarbeiter auch persönlich Swissfirst-Aktien besessen, hatte Public-Direktor Werner Hertzog zum Artikel erklärt. Es handle sich bisher jedoch um Mutmassungen und es gelte die Unschuldsvermutung.

Die Publica war am Dienstag vor die Medien getreten und hatte bekannt gemacht, dass ihr beim Verkauf von Aktien an der Bank Swissfirst im letzten Herbst für knapp 4 Mio. Fr. ein zusätzlicher Gewinn von einer Millionen entgangen sei. Kontakte mit Swissfirst habe es aber nicht gegeben.

(ht/sda)

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