Pump Actions bleiben legal
publiziert: Mittwoch, 27. Sep 2006 / 13:00 Uhr

Flims - Der Nationalrat hat mit der Beratung des Waffengesetzes begonnen. Er lehnte Anträge der Linken zur Verschärfung ab.

Christoph Blocher: «Der Schweizer Bürger ist ein verantwortungsvoller Mensch.»
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Noch nicht behandelt wurde die Frage, ob Soldaten ihre Dienstwaffe weiterhin nach Hause nehmen sollen.

Mit 86 zu 83 Stimmen lehnte es der Nationalrat ab, so genannte Pump Actions zu verbieten.

Diese Repetierschrotflinten seien aus kurzer Distanz gefährlicher als etwa ein Sturmgewehr, hatte Josef Lang (Grüne/ZG) vergeblich argumentiert.

Eindeutige Absicht zu töten

Lang erinnerte an das Attentat im Zuger Kantonsparlament, bei dem vor genau fünf Jahren 14 Menschen umgebracht wurden.

Der Attentäter habe vier Waffen besessen, sagte Lang. Eine davon, eine Pump Action, habe er bloss neun Tage vor der Bluttat erworben - also mit der eindeutigen Absicht zu töten.

Justizminister Christoph Blocher hielt dem entgegen, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass Pump Actions besonders häufig für kriminelle Taten verwendet würden. Sie seien nicht mit den viel gefährlicheren Seriefeuerwaffen zu vergleichen, die verboten werden sollen.

Der Schweizer sei verantwortungsvoll

Auch bei anderen Anträgen setzten sich die Bürgerlichen mit ihrer Absicht durch, auf die Selbstverantwortung zu setzen. Das Gesetz gehe davon aus, dass der Schweizer Bürger ein verantwortungsvoller Mensch sei, sagte Blocher.

Mit 104 zu 74 abgelehnt wurde ein Antrag von Hans Widmer (SP/LU), der den Waffenerwerb erschweren wollte.

Jeder, der eine Waffe nicht zu Sport-, Jagd- oder Sammelzwecken anschaffen möchte, müsse glaubhaft nachweisen, dass er sie benötige, um sich oder andere zu schützen, verlangte Widmer.

Kommt das zentrale Waffenregister?

Auch von einer Erhöhung des Mindestalters für den Waffenkauf von 18 auf 21 Jahre wollte die Mehrheit nichts wissen.

Es gebe keinen Grund bei dieser Frage vom allgemeinen Mündigkeitsalter abzuweichen, sagte Fritz Abraham Oehrli (SVP/BE).

Noch nicht behandelt wurden die strittigsten Punkte des Gesetzes: Dabei geht es zum einen um die Einführung eines zentralen Waffenregisters. Zum andern will die Linke verlangen, dass Armeeangehörige ihre Dienstwaffe und Munition nicht mehr nach Hause nehmen.

(rr/sda)

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