Pussy Riot für EU-Menschenrechtspreis nominiert
publiziert: Dienstag, 9. Okt 2012 / 19:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Okt 2012 / 19:44 Uhr
Pussy Riot.
Pussy Riot.

Brüssel - Die russische Punk-Band Pussy Riot ist in der Endauswahl für den wichtigsten Menschenrechtspreis der Europäischen Union. Die vom EU-Parlament verbreitete Begründung der Nominierung ist für den Kreml ein Schlag ins Gesicht.

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Die drei Musikerinnen hätten mit ihrem Aufstand «ein autokratisches Regime und eine patriarchalische Staatsmacht blossgestellt», begründete das EU-Parlament die Nominierung für den Sacharow-Preis.

Die Protestaktionen und Verhaftung der drei jungen Frauen hätten «weltweite Aufmerksamkeit auf die skrupellose Beschränkung von Bürgerrechten und fehlende Rechtstaatlichkeit in Russland gelenkt» - mehr noch als Journalistenmorde und repressive Gesetze, teilte der auswärtige Ausschuss des EU-Parlaments am Dienstag mit.

Weitere Nominierte für den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit sind der weissrussische Freiheitskämpfer Ales Bialiatski sowie der iranische Filmemacher Dschafar Panahi und die inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh.

Zwei Jahre Lagerhaft

Die Pussy Riot-Sängerinnen waren Mitte August wegen einer kritischen Aktion gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden.

Ihr Berufungsprozess soll an diesem Mittwoch beginnen. Sie wurden bereits im September auf Initiative der Grünen für den Preis vorgeschlagen, wogegen Moskau damals protestiert hatte.

Der Gewinner des Preises wird am 26. Oktober von einer Jury aus hochrangigen Parlamentsmitgliedern gekürt. Die mit 50'000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1988 jährlich vom Europäischen Parlament verliehen.

Sie ist nach dem sowjetischen Dissidenten und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow benannt und würdigt Personen aus aller Welt, die sich mit Mut für Menschenrechte und Demokratie einsetzen.

Frühere Preisträger waren etwa der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela, Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan sowie die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. Vergangenes Jahr ging der Menschenrechtspreis an fünf Aktivisten des Arabischen Frühlings für ihren Beitrag «zu historischen Änderungen in der arabischen Welt».

(fest/sda)

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