Putin-Vertrauter als Putin-Nachfolger
publiziert: Montag, 10. Dez 2007 / 15:28 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Dez 2007 / 16:32 Uhr

Moskau - Der stellvertretende russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew soll Nachfolger von Staatschef Wladimir Putin werden. «Ich unterstütze seine Kandidatur voll und ganz», sagte Putin in Moskau.

Dmitri Medwedew ist nicht Mitglied von Einiges Russland.
Dmitri Medwedew ist nicht Mitglied von Einiges Russland.
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Putin selbst darf bei der Präsidentschaftswahl am 2. März nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Er könnte aber Regierungschef werden. Nach Ansicht von Beobachtern wird er in jedem Fall die beherrschende Figur in der russischen Politik bleiben.

Der Vorschlag, den 42-jährigen Medwedew für die Wahl zu nominieren, kam offiziell von Boris Gryslow, dem Chef der Kreml-Partei Einiges Russland. Das Gespräch Gryslows mit Putin wurde vom staatlichen Fernsehen übertragen.

Medwedew, ein enger Vertrauter Putins, ist derzeit Erster Vize-Ministerpräsident und Aufsichtsratschef des staatlichen Energieriesen Gazprom. Die Partei Einiges Russland, die grosse Siegerin der Parlamentswahl vom 2. Dezember, will Medwedew am kommenden Montag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten küren.

Unterstützung Putins gewiss

Medwedew ist nicht Mitglied von Einiges Russland. Aber auch die Parteien Gerechtes Russland, Bürgerkraft und die Agrarpartei unterstützen seine Kandidatur.

Allein durch die Unterstützung Putins gilt ein Sieg Medwedews bei der Präsidentschaftswahl als gewiss. Er kenne Medwedew seit mehr als 17 Jahren, sagte Putin in dem Gespräch mit Gryslow. In all dieser Zeit habe er eng mit ihm zusammengearbeitet.

Die beiden sind Freunde aus ihrer gemeinsamen Zeit in St. Petersburg. Der gelernte Rechtsanwalt Medwedew wurde Anfang der 90er Jahre von Putin engagiert. Nachdem er Putins Wahlkampagne 2000 erfolgreich geleitet hatte, wurde er vom Präsidenten zum Stabschef im Kreml ernannt.

2005 wurde er zum stellvertretenden Ministerpräsidenten für Gesundheit, Wohnungsbau und Bildung ernannt. Medwedew gilt als Vertreter des liberalen Flügels im Kreml.

(smw/sda)

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